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Wie meistert man Data-Center-Sicherheit im Zeitalter der digitalen Integration?

Die IT-Infrastruktur und insbesondere das Netzwerk und dessen Sicherheit stehen vor zunehmenden Herausforderungen, die mit SDN zu meistern sind.

Moderne IT-Infrastruktur ist ein komplexes Gebilde in Organisationen. Jedes Gerät, jeder Server und jede Komponente, die mit dem Netzwerk verbunden ist, sollte eigentlich verwaltet werden. Das ist eine entscheidende Aufgabe für alle IT-Abteilungen, aber wenn es um Data Center in Unternehmen geht, können die Dinge besonders kompliziert werden. Der Schutz und die Wartung von IT-Infrastruktur müssen dynamisch erfolgen, dürfen also die wesentlichen Geschäftsabläufe nicht gefährden. In der von Verstößen geplagten IT-Landschaft ist dies eine schwierige Aufgabe.

Anfangspunkt ist der grundlegende Zweck eines Rechenzentrums: Es muss sowohl die realen als auch die virtuellen Geschäftsabläufe unterstützen. Das Aufkommen der Cloud-Dienste, die Beliebtheit von Mobilgeräten und der wachsende Hunger nach mehr Bandbreite haben eine erhebliche Menge neuer Anforderungen an das traditionelle Data Center gestellt. Es muss eine große und unterschiedlich strukturierte Nutzerbasis unterstützen, die typischerweise auf interne Büro-PCs ebenso zurückgreift wie auf mitarbeitereigenen Mobilgeräte überall in der Welt. Darüber hinaus hat die Anzahl an verbunden Hosts zugenommen.

Häufig sind Netzwerkarchitekturen schlichtweg nicht dafür gemacht, diese raschen technologischen Fortschritte zu bewältigen. Ein typisches Netzwerk ist relativ statisch, wobei Teams versuchen, Serviceunterbrechungen weitestgehend zu reduzieren. Die Serverumgebung von heute muss aber dynamisch und flexibel sein. Die Änderung der Netzwerkarchitektur kann jedoch ein komplexes und oftmals langwieriges Vorhaben sein. Besonders wenn es Konflikte aufwirft, wie zum Beispiel die Geschäftsanforderungen Sicherheit und Schnelligkeit rund um die Uhr zu verlangen.

Diese Diskrepanz zwischen Marktanforderungen und Netzwerkfähigkeiten hat dazu geführt, dass zahlreiche IT-Abteilungen ihre traditionellen Netzwerkarchitekturen neu bewerten – und viele sind der Meinung, dass Software-defined Networking (SDN) die Antwort auf die Bewältigung der Komplexität eines sicheren und zuverlässigen Data Centers ist.

Vereinfachung des sicheren Data Centers

SDN ermöglicht die Automatisierung des Workflows und vereinfacht so die Vernetzung. Es gibt verschiedene Gründe, weshalb es besonders gut geeignet ist, die Komplexität von Data Centern zu bewältigen. Externe Systeme können automatisierte Vernetzung nutzen, um die Sicherheitsinfrastruktur über ein Application Programming Interface (API) dynamisch zu erstellen, zuzuweisen und zu verwalten.

Weil das Entscheidungselement, oder die Programmierung, von der physischen Hardware getrennt ist, können dynamische Änderungen neue Geschäftsanforderungen einfacher unterstützen.

Dynamisch und anpassbar ergänzt SDN Anwendungen mit hoher Bandbreite und hilft, Geschäftsanforderungen – darunter auch die Sicherheit des Data Centers – schnell und zuverlässig zu erfüllen. Sicherheits-Administratoren können mit dem Betriebspersonal zusammenarbeiten, um das Netzwerk zu schützen, ohne laufende Arbeitsabläufe zu beeinträchtigen. Um all dies zu erreichen, muss das SDN-System auf automatisierten und nicht automatisierten Wegen mit den Steuerungen interagieren, um zu gewährleisten, dass Teams sich nicht gegenseitig ausschalten oder zufällig eine Richtlinie beeinflussen. Wenn es darum geht, Daten und Betriebsabläufe zu schützen, kann SDN Schutz, Speicherzuweisung, Überwachung, Erkennung und Richtliniendurchsetzung auf drei wichtige Arten und Weisen liefern: automatisiert, halb-automatisiert und manuell.

Automatisierte Response: Statt die vom Menschen durchgeführte Ereignisanalyse und Response abzuwarten, können auf Basis erkannter Ereignisse und Verhaltensweisen automatische Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden. Die Automatisierung der Sicherheit kann auch erweitert werden, um dynamischeren Schutz in etablierten, wiederholbaren Geschäftsabläufen zu bieten. Zum Beispiel können Teams eine Regel aufstellen, die erkennt, dass jeden Dienstag ein bestimmter Ablauf in einer bestimmten Sequenz stattfindet, und zwar nur in diesem Zeitraum und dieser Sequenz. Jede Abweichung wird sofort als unrechtmäßig gekennzeichnet. Diese Art der automatisierten Response kann die Sicherheit verstärken und gleichzeitig das manuelle und menschliche Eingreifen reduzieren. Dies kostet in der Regel mehr Zeit und ist tendenziell erst nach dem Angriff durchführbar.

Halb-automatisierte Response: In diesem Fall wird eine Mischung aus automatisierten und manuellen Tätigkeiten ausgeführt. Ein Sicherheitsteam will vielleicht einen Knopf drücken können, um Sicherheitsfunktionen von einem Ort zu jedem anderen Ort verschieben zu können; dennoch möchte man, dass ein Mitglied gelegentlich mit dieser Richtlinie interagiert. In einer solchen Situation kann halb-automatisierte Response ein Gleichgewicht zwischen automatisiertem Komfort und den vom Menschen vorgenommenen Änderungen schaffen.

Manuelle Response: Entscheidet man sich für manuelles Vorgehen, ist der praktische Aufwand größer als bei automatisierter Sicherheit. Sie ist vorteilhaft bei großen Umgebungen mit mehreren Administratoren und Ebenen, weil manuelle Methoden dem Nutzer die Möglichkeit bieten, Richtlinien zu erstellen und andere Funktionen bei vollständiger Kontrolle auszuführen.

„Data-Center-Sicherheit wird immer eine Herausforderung sein, doch kann die Einführung von SDN die Komplexität reduzieren.“

Dan Wiley, Check Point

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IT-Abteilungen sollten Sicherheitsinfrastrukturen so gestalten, dass sie dynamische Vorgänge unterstützen und gleichzeitig den Anstieg an Komponenten, wie Mobilgeräten, bewältigen können. Darüber hinaus muss die Infrastruktur mit komplexen Sicherheitsinformationen und Instrumentarien versorgt werden, die umfassenden und zeitgemäßen Schutz bieten. Ohne konsequente, permanente Aktualisierungen in Bezug auf aufkommende Bedrohungen und Risiken kann keine Organisation Anspruch auf echte Sicherheit erheben.

Fazit

Die Data-Center-Sicherheit wird immer eine Herausforderung sein, doch kann die Einführung von SDN die Komplexität hinter einem sicheren und zuverlässigen Rechenzentrum reduzieren, indem es die dynamischen Anforderungen moderner Unternehmen unterstützt. Sicherheits- und Betriebsabteilungen können in Zusammenarbeit dafür sorgen, dass wichtige betriebliche Vorgänge kontinuierlich ablaufen und Daten gesichert sind, während sie der Cyberkriminalität die Tür zuschlagen.

Über den Autor:
Dan Wiley ist Head of Incident Response bei Check Point Software Technologies.

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Artikel wurde zuletzt im Januar 2016 aktualisiert

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