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Wie IoT-Produkte und Unified Communications künftig Netzwerke beeinflussen

Da die Anzahl der verbundenen Geräte und UC-Applikationen in den Unternehmen steigen, muss die IT Schritte ergreifen, um das Netzwerk zu verbessern.

Das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) wird in Zukunft einen enormen Einfluss auf unsere Netzwerke haben. Laut einer Cisco-Studie wird im Jahr 2020 jeder Nutzer durchschnittlich 5,5 Geräte besitzen, die mit einem Netzwerk verbunden sind. Unified Communications beeinflusst die Netzwerkanforderungen ebenfalls deutlich stärker, da durch Anrufweiterleitungen (auf Smartphones) und -übergaben neue Anforderungen entstehen, die vernetzte Antennensysteme und neue Kabelanlagen abdecken müssen.

Intelligente Lichtsysteme, Gebäudeautomatisierung, Security und UC sollten mit einem Kabelsystem funktionieren. Das ist schwer zu realisieren, doch die Einsparungen sind enorm. Die Störung von Gebäuden und anderer Services werden durch verteilte Netzwerkzonen minimiert und die Agilität wird erhöht. Die Stromverteilung ist ein weiterer großer Vorteil neuer, strukturierter Systeme, da die Stromversorgung über Ethernet (Power over Ethernet, PoE) massive Capex- und Opex-Einsparungen bietet.

Der schwierige Teil ist, dass der erhöhte Traffic durch IoT-Produkte und UC-Anwendungen nur zu bestimmten Zeiten anfällt. Ein Teil des Anstiegs wird sowohl WLAN- als auch LAN-Verbindungen betreffen. Wenn man beginnt, Geräte einem drahtlosen Netzwerk und drahtlose Signale einer Umgebung hinzuzufügen, kann dies zu Multipath-Problemen führen, da Signale mit anderen Signalen zusammenprallen. Eine Lösung ist, zusätzliche Access Points (AP) im Netzwerk zu installieren.

Ein Lösungsansatz ist, die Bandbreite der Antennen zu erhöhen. Der 802.11ac-Standard wurde veröffentlicht, um unter anderen IoT-Probleme zu lösen. Soll dieser implementiert werden, benötigt man allerdings statt einem, zwei Kabel. Es gibt dann zwar weniger Kanäle, aber diese haben eine höhere Belastbarkeit.

Elektronikhersteller wie auch das IEEE versuchen für den gesamten Markt breitere Kapazitäten zu schaffen. Es kann daher schwer sein, neue Elektroniktechnologien zu verkaufen, die ein Kabel-Upgrade benötigen, da nicht die Netzwerkabteilung das Budget hierfür kontrolliert.

Netzwerkabteilung haben ein eigenes Budget und das Gebäude-Management kontrolliert die Verkabelung der Gebäude. Vor diesem Hintergrund reizen Akteure die bereits installierte Netzwerkinfrastruktur vorerst aus. Doch in vielen Fällen ist die veraltete Technologie ein Nachteil für das Gesamtbudget und den Stromverbrauch. Es gibt aber alternative Upgrade-Möglichkeiten für das Netzwerk-Equipment, ohne die Verkabelung erneuern zu müssen.

Da die meisten Unternehmen keine zweite Verkabelung haben und hierfür kein Budget bereitstellen, werden 802.11ac-Access-Points nicht rentabel arbeiten. An diesem Punkt wird das IEEE versuchen, einen alternativen Ansatz einzusetzen, indem es 2.5G und 5G Wi-Fi-Chips entwirft, die aus Basis von CAT 5e- und 6-Kabeln arbeiten. Die Erwartung ist, dass diese Kabelkategorien bereits in den Umgebungen existieren, um entsprechende Access Points installieren zu können.

Man kann also zum neuere 802.11ac wechseln oder auf die 2.5G und 5G Wi-Fi-Chips warten. Das wahrscheinlichste Szenario wird sein, dass man zusätzliche Access Points und Kabel im Netzwerk hinzufügt, um eine offene Büroumgebung zu erhalten – oder sie werden Mitarbeiter dazu bringen müssen, ihre Smartphones als Hot Spots verwenden zu dürfen. Da kann allerdings zu Problemen in Gebäuden mit Low-Emissivity-Glas (Low-E-Glas) und zu einem schlechteren Handy-Empfang führen, so dass man verteilte Antennensysteme installieren muss, um das Signal zu verstärken.

Kurz gesagt, ich denke, dass IoT-Produkte und UC-Anwendungen (sowie alle anderen Netzwerkgeräte) die Art ändern werden, wie wir Gebäude und Netzwerke in Zukunft planen und entwerfen. Einige Unternehmen haben das bereits erkannt und sich entsprechend eingestellt, andere müssen noch umdenken.

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Artikel wurde zuletzt im März 2016 aktualisiert

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