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Was kann die IT von der Post-App-Ära erwarten?

Gartner hat einen Ausdruck geprägt, der sich Post-App-Ära nennt. Damit wird nicht das Ende der Apps eingeläutet. Die Apps übernehmen künftig mehr Mainstream-Funktionen.

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Mobile Anwendungen entwickeln sich und sind nicht mehr nur für einen bestimmten Zweck da. Sie haben mehrere Funktionen und deswegen müssen viele Unternehmen überdenken, welche Arten von Apps sie entwickeln sollen.

Gartner hat diesen Wechsel als die Post-App-Ära bezeichnet. Auch wenn es auf den ersten Blick so aussieht, leitet der Begriff nicht das Ende der Apps ein. Er bezeichnet vielmehr die Art und Weise, wie Menschen mit den Apps interagieren. Die Post-App-Ära fordert eine bessere Anwendererfahrung außerhalb der App. Anders gesagt soll die Anwendererfahrung auf dem Mobilgerät fortsetzen, unabhängig davon, ob der Nutzer die App gerade benutzt oder nicht. Es geht dabei um Funktionen wie Push-Nachrichten oder Alarme, die der Anwender sieht, ohne die App öffnen zu müssen.

Was bedeutet diese Post-App-Ära nun aber für die IT? Die Entwickler konzentrieren sich darauf, umfassendere Apps zu entwickeln. Gleichzeitig müssen sich die IT-Abteilungen darauf einstellen und Möglichkeiten finden, die mobilen Geräte des Unternehmens zu verwalten.

Die IT-Abteilungen werden in der Post-App-Ära die Option haben müssen, die Endgeräte komplett und umfassend managen zu können. Es reicht nicht mehr, einzelne Systeme zu verwalten und die mobilen Geräte und Apps abzusichern. Die Firmen müssen entweder die derzeitigen Management Tools für Mobilgeräte aktualisieren, die die meisten Anbieter für Enterprise Mobility Management (EMM) anbieten. Oder sie müssen existierende PC- sowie Server-Tools nutzen und auf lange Sicht spezifische EMM-Systeme ausmustern.

Die Entwickler werden die meisten Apps mithilfe von Cross-Plattform-Tools und entsprechenden Techniken erstellen. Gezielt für spezielle, mobile Geräte wird eher nicht mehr entwickelt. Aus diesem Grund müssen sich Unternehmen nicht mehr damit befassen, Apps nur für mobile Geräte zu entwickeln. Diese Änderungen wirken sich positiv auf die Kosten und die Entwicklung aus.

Die Post-App-Ära wird Mobilgeräte hervorbringen, die mit etablierten Leistungsmerkmalen ausgestattet sind. Der Effekt wird noch verstärkt, weil Firmen und Verbraucher immer mehr mit der Cloud interagieren. Die Zahl der verfügbaren Apps erhöht sich künftig stark, weil es immer mehr Umwandlungsressourcen für Apps geben wird.

Die Erwartungen der Anwender im Blick

In der Post-App-Ära werden die Anwender erwarten, dass der Client der Wahl vollständig im Ökosystem des Unternehmens integriert ist. Ein Gerät für einen bestimmten Zweck mit einer limitierten App-Auswahl oder Leistungsmerkmalen werden sie nicht akzeptieren. Die IT-Abteilung muss sich nicht länger in eine Abteilung für Mobilgeräte und eine separate PC-Gruppe aufteilen. Stattdessen wird es eine Client-Gruppe geben, die für die Entwicklung, das Management und die Sicherheit der Anwenderumgebungen verantwortlich ist.

Die IT-Abteilung sollte sich darauf einstellen, dass alle großen Anbieter von mobilen Apps für Unternehmen neue Versionen ihrer Produkte veröffentlichen, die Cross-Plattform-fähig sind. Die Apps werden komplett zu allen Client-Plattformen kompatibel sein und auch auf allen laufen. Die Post-App-Ära bringt voraussichtlich auch ein universelleres Modell für die Lizenzierung der Apps mit sich. Es kommt dann weniger auf das Gerät an, sondern mehr auf die eingesetzten Funktionen und die verwendeten Leistungsmerkmale. Die IT-Abteilung muss mit den Anbietern zusammenarbeiten, damit sie die Leistungsmerkmale umfassend versteht, die mit der Post-App-Ära Einzug halten.

Wettbewerbsvorteile mobiler Apps für Kunden und Mitarbeiter

Mobile Apps verschwinden natürlich nicht. Aber die Mobilität bewegt sich Richtung Mainstream und damit weitet sich der Fokus der Technologie. IT-Administratoren müssen ihre mobile Strategie in der Post-App-Ära überdenken. Genau das Gleiche ist bei den Client-Server-Netzwerken passiert oder bei den webbasierten sowie den Browser-basierten Systemen, mit denen nun viele Anwendungen abgebildet werden. Solche Systeme sind in den Firmen heutzutage nichts mehr Ungewöhnliches.

Die Post-App-Ära könnte den Unternehmen eine Möglichkeit bieten, eine bessere mobile Präsenz aufzubauen. Das ist dann der Fall, wenn sie sich darauf konzentrieren, Apps zu entwickeln und einzusetzen, die bestmögliche Anwendererfahrung liefern. Auf lange Sicht könnte die Entwicklung zu besseren EMM-Systemen für die IT führen. Das spart sowohl Zeit als auch Geld.

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Artikel wurde zuletzt im November 2017 aktualisiert

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Ein sehr spannende Thematik, durch die Digitalisierung wird das mobile Arbeiten noch stärker zunehmen. Als Folge dessen wird sich auch der Arbeitsplatz wandeln. Dies erfordert neue Funktionen und Tools, diese werden derzeit von Apps bereitgestellt. Der Begriff der Post App Ära ist daher sehr spannend, wenn auch auf den ersten Blick nicht gerade einleuchtend. Jedoch ist die Entwicklung weg von Apps zu einem einzigen Zweck, hinzu einer umfangreichen Toolbox abzusehen. Diese Entwicklung stellt die IT Sicherheit vor neue Herausforderungen, die sich sicherlich mit EMM Lösungen angehen lassen. Dennoch sind IT Experten wie beispielsweise von Protea Networks stets vor neue Herausforderungen gestellt. Ich denke, dass sich vor allem der Bereich der Endpoint Security und auch teilweise der Perimenter Sicherheit stark verändern wird.
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