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Vier wichtige Schritte zur Umsetzung einer IoT-Strategie

Dieser Beitrag zeigt vier wichtige Schritte, die Unternehmen für die erfolgreiche Umsetzung einer guten IoT-Strategie beachten sollten.

Maschinen, Anlagen, Autos, Aufzüge, Waschmaschinen oder Herzschrittmacher – immer mehr Geräte sind über das Internet of Things (IoT) miteinander verbunden. Die Daten, die diese Geräte erzeugen, verändern das Gesundheitswesen, die Fertigung, die Konsumgüter- und viele andere Industrien erheblich. Aber das IoT steht erst am Anfang.

Bis 2020 erwarten die großen Analystenhäuser, dass bis zu 21 Milliarden Dinge weltweit miteinander vernetzt sein werden. Und ein großer Prozentsatz der IoT-Verantwortlichen in Unternehmen experimentiert bereits mit IoT-Lösungen oder plant, ein IoT-Projekt umzusetzen.

Es wird entscheidend für den künftigen Erfolg von Unternehmen sein, dass sie eine passende IoT-Strategie finden. Die richtige IoT-Strategie führt zu höheren Umsätzen, optimierten Produkten, besseren Kundenbeziehungen und anderen positiven Effekten. Meiner Meinung nach sind die folgenden Schritte entscheidend für den Erfolg:

1. Groß denken, aber klein beginnen

Wenn ein Unternehmen erstmals über das IoT nachdenkt, kann es überfordert sein, da es sehr viele Möglichkeiten und Wege für IoT-Projekte gibt. Hier den richtigen Start- und Ansatzpunkt zu finden, ist wie die sprichwörtliche Suche nach der Nadel in einem Heuhaufen. Firmen sollten daher zunächst ihre bestehenden Angebote untersuchen, um einen natürlichen Use Case zu identifizieren, und mit diesem starten.

Kevin Plank, der CEO des Sportartikel-Herstellers Under Armour, sagte beispielsweise, dass die Zukunft des IoT nicht in mobilen und am Körper tragbaren Geräten liege, sondern dass stattdessen die Kleidung selbst die biometrischen Daten lesen werde. Plank erkannte eine enorme Chance für sein Unternehmen, die bestehende Infrastruktur zu nutzen, um neue Produkte zu schaffen, die auch seinen Kunden einen neuen Service bieten: Under Armour kann ihnen helfen, ihre Fitness-Ziele zu erreichen. Mit diesem Anwendungsszenario unternahm das Unternehmen erste Schritte, um vernetzte Fitness weltweit zu realisieren. Das Unternehmen kontrolliert und steuert jetzt die weltweit größte digitale Gesundheits- und Fitness-Community und verfügt über die Infrastruktur, um den Verbrauchern zu helfen, ihre Fitness-Ziele zu erreichen.

2. Immer ein Umsatzziel im Auge haben

Unternehmen müssen auch darüber nachdenken, auf welche Weise sie nach dem Erstellen der IoT-Strategie neue Umsätze generieren können. IoT erfordert ein gewisses Maß an Investitionen, und Führungskräfte sollten schon vor dem Start darüber nachdenken, welche Ziele sie mit Hilfe von IoT-Projekten bei der Produktentwicklung und beim Umsatz erreichen wollen. Dieser Weitblick und das in die Zukunft gerichtete Denken stellen sicher, dass sich die Zeit, Kosten und der Aufwand für die Umsetzung von IoT-Projekten langfristig auszahlen werden.

3. An die Kunden denken

IoT-Projekte haben das Potenzial, Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle zu verändern; am stärksten werden aber die Erfahrungen der Kunden betroffen sein. Behalten Sie daher immer den Kunden im Blick, wenn Sie eine IoT-Strategie entwickeln. Es wird entscheidend sein, ein klares Wert- oder Nutzen-Versprechen zu haben, das bei den Kunden auf Resonanz stößt, die sich mit den bestehenden Angeboten des Unternehmens auseinandersetzen, seien es Produkte, Dienstleistungen oder beides.

Noch einmal zurück zum Beispiel Under Armour: Es ist eindeutig, dass das Unternehmen letztlich seine Kunden im Auge hatte, als es seinen neuen Service anbot, der die höchste Priorität auf deren Fitness-Ziele setzt. Führungskräfte sorgten dafür, dass ein Schwerpunkt der IoT-Innovation darin bestand, ergiebige und lohnende Fitness-Communities aufzubauen – höhere Umsätze sowie loyale und aktive Kunden waren eher Vorteile als Treiber der Initiative.

4. Warten Sie nicht, bis andere Unternehmen Umsätze generieren, die eigentlich Ihnen gehören könnten

Da IoT-Projekte laufend umgesetzt werden, ist es an der Zeit, an Bord zu kommen. Wie schon beim Internet besteht auch beim IoT das Risiko für Firmen, in Rückstand zu geraten, wenn sie zu lange mit Innovationen warten. Allein 2016 hat ein großer Teil der Unternehmen begonnen, eigene IoT-Strategien umzusetzen. Unternehmen erkennen, dass das IoT das Potenzial hat, ihre bestehenden Geschäftsmodelle neu zu definieren, neue Umsatzquellen zu erschließen und neue Kunden zu gewinnen. Damit die Unternehmen mithalten können, müssen sie erkennen, dass das IoT nicht verschwinden, sondern bleiben wird.

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Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

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