DevOps oder SDN: Zusammen bringen sie wirklich Nutzen

Sich zwischen DevOps und SDN entscheiden zu wollen, bringt wenig Nutzen. Im Zusammenspiel holt man das meiste aus beiden Welten heraus.

In den letzten Jahren wurde zunehmend darüber diskutiert, ob und wie man sich zwischen DevOps und SDN entscheidet. DevOps fördern die Kommunikation und die Kollaboration zwischen Entwicklern, IT-Teams und Infrastruktur-Fachleuten, um einheitliche und automatisierte IT-Entwicklung sowie Implementierung und Management voran zu treiben. SDN hingegen erlaubt es Ingenieuren Software-Kontrolle für Netzwerkkomponenten, zentralisierte Verwaltung und Provisioning in großen virtuellen und physischen Umgebungen umzusetzen.

Entwickler neigen gern dazu, sich gerade bei IT-Konzepten für nur eine Seite zu entscheiden, insbesondere bei diesen beiden Technologien. Zum einen, weil nun endlich SDN-Produkte verfügbar sind, und zum anderen, da DevOps-Tools dafür sorgen, dass Unified Networking, Unified Systems und Unified Development zur Realität werden.

Präferenzen zu haben ist sicherlich nur allzu menschlich, aber im Falle von DevOps und SDN ist das unnötig und führt zu nichts. Beide Konzepte funktionieren umso besser, wenn man sie im Zusammenspiel nutzt. Immerhin gewährleistet die zentralisierte Kontrolle von SDN eine Methode, um die Infrastruktur, Anwendungen und Operationen über ein einziges Managementsystem zu analysieren. Somit eignet es sich wie selbstverständlich für die Zielstellungen von DevOps.

Hybride IT-Architekturen und Techniker mittels DevOps

DevOps als ein Prozess ist nichts Neues. Das Konzept geht auf die Anfänge der Rechnertechnik zurück und entwickelte sich im weiten Raum des Internets. Nichts von dem, was wir heute kennen, wäre ohne die Kollaboration von Entwicklern und operativen Mitarbeitern möglich gewesen. Tatsächlich sind in vielen kleineren Umgebungen das operative und das Entwicklungsteam oftmals ein und dasselbe.

Erst vor Kurzem wurde DevOps endlich klar definiert und damit in den Mainstream gehoben. Das liegt zum größten Teil daran, dass das Internet es uns sehr einfach macht; Informationen und Ideen zu verbreiten und zu konsumieren. Das Internet fördert und unterstützt das DevOps-Konzept und vereinfacht dessen Umsetzung mehr denn je zuvor.

DevOps ermöglicht quasi Hybridformen von IT-Fachkräften. Da Teams mehr kommunizieren und ihre Ressourcen teilen, arbeiten sie immer enger zusammen und teilen ihr Wissen, wobei sie ihre Fähigkeiten vereinen. Durch diese Kollaboration werden IT-Kräfte mit bestimmtem Fachwissen auch in anderen Bereichen geschult und erhalten eine umfassendere Expertise.

SDN ist das optimale DevOps-Tool-Set

Reden wir über SDN: SDN wurde ins Leben gerufen, um das umständliche manuelle Konfigurieren von komplexen Netzwerkkomponenten und –systemen abzuschaffen. Bevor es SDN gab, wurden die Netzwerkgeräte nicht nur manuell konfiguriert, sondern wurden über einen Tunnel verwaltet, ohne dabei die Anwendungen und Transaktionen der Infrastruktur zu berücksichtigen.

SDN ermöglicht es nun IT-Teams, Unmengen an Netzwerkkomponenten und Ports zentral und gleichzeitig zu konfigurieren und zu verwalten. Dabei können sie für Netzwerksegmente granulare Policys anwenden, die dem Bedarf der Applikationen und Anwender entsprechen. Ziel ist es, Regeln einzurichten und Änderungen vorzunehmen, die gleichzeitig die Infrastruktur, Anwendungen und Transaktionen berücksichtigt – genau wie DevOps.

SDN und DevOps brauchen das Zusammenspiel

Tatsächlich bietet DevOps eine Umgebung, in der sich SDN bestens entwickeln kann. Kommunikation und übergreifende Trainings zwischen Entwicklungsteam und Netzwerk-Architekten sowie zwischen Techniker und operativen Mitarbeitern hat einen Prozess und ein Produkt hervorgebracht, die Daten- und Sprachsysteme sowie Security signifikant verändern. Im Gegenzug wird DevOps durch die Integration dieses interdisziplinären Wissens erst möglich gemacht.

Mit DevOps lässt sich SDN nutzen, um traditionelle IT-Mitarbeiter zu hybriden Fachkräften zu machen. Dies ist zwingend notwendig, da Security, Systeme und Netzwerke immer mehr mit der Entwicklung vernetzt werden. Es ließe sich sicher streiten, ob SDN (oder IT als Ganzes), ohne das Hybrid-Modell von SDN und DevOps überhaupt sein gesamtes Potenzial ausschöpfen könnte. Experten beider Seiten debattieren, welche nun „gewinnen“ wird: DevOps oder SDN. Realistisch gesehen kann SDN sein volles Potenzial nicht ohne DevOps-Kollaboration und –Prozesse ausschöpfen, während DevOps-Prozesse nur ausgefeilter und effizienter werden können, wenn SDN-Umgebungen gegeben sind.

Über den Autor:

Nick Buraglio ist Netzwerk-Ingenieur eines überregionalen Research-Netzwerks und verfügt über mehr als 16 Jahre Netzwerkerfahrung.

 

Artikel wurde zuletzt im September 2014 aktualisiert

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