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Vier Tipps für eine erfolgreiche mobile Business-Strategie

Die häufigsten Hürden einer mobilen Business-Strategie sind die mangelnde Definition von Geschäftszielen, begrenzte Finanzmittel und eine mangelnde Akzeptanz durch die Nutzer.

Dieser Artikel behandelt

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Eine mobile Geschäftsstrategie ist keine separate IT-Insel, sondern ein kritischer Bestandteil jeder Anwendung und jedes Services, den ein Unternehmen entwickelt.

Zu den häufigsten Hindernissen gehören eine falsche Ausrichtung auf die Unternehmensziele, begrenzte Finanzmittel und eine mangelnde Akzeptanz.

Prozesse erweitern

Unternehmen scheitern oft, wenn sie zwar bestehende Anwendung oder einen Workflow für mobile Geräte anpassen, aber nicht über diesen anfänglichen Aufwand hinausgehen.

Die Replikation heutiger PC-Systeme auf neue Formfaktoren reicht nicht aus, um bessere Geschäftsergebnisse zu erzielen. Zum Beispiel ist und bleibt eine Website im Responsive Design, die sich dem Bildschirm des jeweiligen Endgeräts anpasst, auch weiterhin nur eine Website. Diese Maßnahme fügt weder neue Funktionen hinzu noch vereinfacht sie das Sammeln von Informationen oder verkürzt sie die Zeit, die benötigt wird, um eine Aufgabe zu erledigen.

Eine erfolgreiche mobile Business-Strategie minimiert zunächst Reibungsverluste im Informationsfluss und gestaltet bestehende Prozesse effizienter. Von diesem Startpunkt aus geht es an die Entwicklung neuer Workflows, damit die Mitarbeiter die richtigen Informationen oder Services zum richtigen Zeitpunkt auf ihrem gerade benutzten Gerät erhalten.

Die erfolgreichsten Projekte verbessern bestehende Prozesse und unterstützen so die wichtigsten Leistungsindikatoren eines Unternehmens. Die IT-Abteilung muss eng mit den Leitern der Fachabteilungen zusammenarbeiten, um zu verstehen, wie bestehende Arbeitsabläufe verbessert werden können und welche Arten von Anwendungen sie entwickeln müssen, um neue Unternehmensziele zu erreichen. Diese beiden Dinge können große Veränderungen beim Bedienerlebnis der Kunden und Mitarbeiter bewirken.

Immer an den Nutzer denken

Die IT-Abteilung sollte ihre Ideen auch den Endanwendern vorstellen, da mobile Apps nach der Veröffentlichung häufig nicht auf breite Akzeptanz und Begeisterung stoßen. Sie muss herausfinden, ob eine Anwendung den Anforderungen der Mitarbeiter entspricht und die Benutzerfreundlichkeit bereits vor der Implementierung testen. Es ergibt wenig Sinn, eine Unternehmensanwendung ohne vorheriges Feedback der Mitarbeiter für mobile Geräte bereitzustellen. Es hat keinen Sinn, wenig genutzte Tools oder einen Prozess zu replizieren, der nicht funktioniert.

Außerdem darf das Perfekte nicht der Feind des Guten sein. Es ist besser, eine mobile App schneller mit einem Upgrade-Plan zu veröffentlichen als nach Perfektion zu streben. Die Entwicklung einer perfekten App dauert zu lange und verfehlt häufig das Ziel, während eine einfache Anwendung heute einen Mehrwert liefern kann und Einblicke auf der Grundlage des tatsächlichen Benutzer-Feedbacks bietet. Ein begrenzter Funktionsumfang ist nicht gleichbedeutend mit schlechter Qualität.

Unterstützung durch Führungskräfte

Eine mobile Geschäftsstrategie kann auch scheitern, weil das Technologieteam es versäumt hat, einen Manager aus der Führungsebene als Unterstützer zu gewinnen, der sich für die mobile Strategie einsetzt und die kontinuierliche Verbesserung der Anwendungen finanziert. Weniger als 20 Prozent des Budgets oder der Projekte in den meisten Unternehmen sind an die Förderung von Innovationen gebunden, und den meisten App-Entwicklungsteams fehlt es an internem Know-how und Geld, um mobile Projekte zu verfolgen.

Häufig stellen Unternehmen zwar Ressourcen für das Design der Anwendungen zur Verfügung, nicht aber für den kontinuierlichen Support. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass die IT die Finanzierung externer Ressourcen und Upgrades zu Beginn des Projekts sicherstellt. Die IT-Abteilung sollte auch mit den Führungskräften der Fachabteilungen zusammenarbeiten, um Erfolgskennzahlen zu definieren, die sicherstellen, dass das Team sich auf Kurs befindet. Das kann eine bessere Prozesszeit oder die Zeit für die Abgabe einer Bestellung sein.

Technische Hürden minimieren

Sind die organisatorischen Herausforderungen gelöst, muss sich die IT darauf konzentrieren, technische Hürden zu beseitigen. Die IT sollte zunächst ein Entwicklungs-Framework schaffen, das es dem Unternehmen ermöglicht, schnell auf sich ändernde Geschäftsanforderungen zu reagieren. Das Entwicklungsteam muss ein Modell für die kontinuierliche Bereitstellung von Funktionen (Continuous Delivery) verwenden, das die Bereitstellung und Aktualisierung von Anwendungen automatisiert und die sich ändernden Anforderungen der Benutzer bei Bedarf berücksichtigt.

Entwickler können die Vorteile von Microservices nutzen, um beispielsweise eine einzelne Anwendung als eine Suite modularer Komponenten zu entwickeln, die alle in ihrem eigenen Prozess ablaufen und miteinander kommunizieren. Es gibt keine genaue Definition von Microservices, aber gemeinsame Merkmale des Ansatzes sind die automatisierte Bereitstellung, Intelligenz an den Endpunkten und die dezentrale Steuerung von Programmiersprachen und Daten. Microservices sind zwar nicht perfekt, bilden aber den nächsten Schritt bei der architektonischen Aufteilung von Anwendungen in kleinere Teile mit isolierteren Funktionen.

Eine weitere Herausforderung stellt die schnelle Skalierbarkeit der Entwicklung, Verwaltung und Bereitstellung mobiler Geräte dar. Glücklicherweise können Unternehmen Cloud-Services nutzen, um mobile Initiativen zu skalieren. Cloud-Computing-Services bieten beispielsweise eine kosteneffiziente und zeitnahe Methode für die Bereitstellung von Entwicklungs- und Testumgebungen für Anwendungen. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Platform-as-a-Service-Angebote für Unternehmen wie Mobile Middleware, Frameworks für die Entwicklung von Anwendungen, Analysen und Geräte-Management.

Wenn die grundlegenden Hindernisse aus dem Weg geräumt sind, können sich Unternehmen auf den Mehrwert der mobilen Strategie für ihr Geschäft konzentrieren. Diese hilft ihnen dabei, Lücken in und zwischen den Prozessen zu schließen, die Wettbewerber des Unternehmens wahrscheinlich ausnutzen werden.

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Artikel wurde zuletzt im Dezember 2017 aktualisiert

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