Ratgeber zum Kauf der richtigen Netzwerk-Management-Anwendung

Die IT-Abteilung benötigt moderne Netzwerk-Management-Tools, die einen zentralen Kontrollpunkt bereitstellen und neue sowie alte Technik unterstützen.

Anmerkung der Redaktion: In diesem zweiteiligen Artikel beraten wir zum Thema Kauf von Netzwerk-Management-Tools. Im ersten Beitrag haben wir die Funktionen und Leistungsmerkmale moderner Plattformen adressiert. In diesem zweiten Teil geben wir Hinweise, auf was sich IT-Manager bei der Bewertung Ihrer momentanen und künftigen Netzwerk-Anforderungen fokussieren sollten.

Die Netzwerk-Management-Applikation zu finden, die sich für Ihre Infrastruktur am besten eignet, ist eine entscheidende Aufgabe. Zum Glück mangelt es nicht an Monitoring- und Management-Tools, die Einblicke liefern, die die meisten Netzwerk-Administratoren benötigen.

Die Auswahl ist groß. Unternehmen wie HP und IBM bieten integrierte Management-Systeme inklusive zahlreicher Tools an. Dann gibt es IT-Management-Spezialisten wie SolarWinds, Ipswitch und Lancope. Sie stellen Analyse- und Monitoring-Tools zur Verfügung, die man herunterladen und schnell einsetzen kann. 

Dann gibt es wiederum Anbieter, die sich auf virtualisierte Umgebungen spezialisiert haben. Firmen wie NetScout, Fluke Networks und Riverbed Technologies bieten dafür maßgeschneiderte Applikationen an.

Sind Netzwerk-Management-Tools so geschaffen, dass sie mit einem SDN-Controller umgehen können, liefern diese möglicherweise tiefere Einblicke als Monitoring-Anwendungen, die für eine ältere Generation an Netzwerk-Hardware entwickelt wurden. 

Mit Deep Packet Inspection für Applikations-Traffic lassen sich mit diesen speziellen SDN-Tools Traffic-Arten im laufenden Betrieb untersuchen. Auch wenn diese Tools mit SDN-Umgebungen zusammenarbeiten, können viele ebenfalls den Traffic der darunterliegenden physischen Netzwerke überwachen. Somit hat der Netzwerk-Administrator einen vollständigen Überblick über das gesamte Netzwerk.

Die IT-Abteilung muss sowohl die Legacy-Umgebung als auch alle neuen Technologien berücksichtigen, die sie plant bereitzustellen.

Diese Tools sammeln Traffic von mehreren Verbindungen und mithilfe diverser Filter. Im Anschluss aggregieren sie die Informationen zum Zwecke des Netzwerk-Monitorings und aus Gründen der Sicherheit über herkömmliche Netzwerk-Switches

Diese Switches sind direkt mit den Punkten verbunden, an denen Pakete gesammelt werden und wo sich die Netzwerk-Monitoring-Sonden befinden. Die Aggregation dieser Daten eliminiert Traffic Overhead, der in einem herkömmlichen Monitoring-Schema auftreten würde.

Gleichzeitig kommt immer mehr Analytik zum Einsatz, um die gesammelten Daten zu bewerten. Das hilft der IT-Abteilung wiederum, Änderungen zu implementieren, womit sich die Effizienz erhöhen lässt. Das gilt auch für die Zuverlässigkeit und die Performance des Netzwerks

Bei der Arbeit mit Netzwerk-Management-Tools gestatten diese Monitoring-Applikationen den IT-Managern, die Änderungen zu automatisieren. Das reduziert wiederum die Zeit um Probleme zu lösen, was sich im Endeffekt positiv auf die Service-Qualität und die Zuverlässigkeit auswirkt.

SDN-Technologie wird in den meisten Firmen-Umgebungen immer noch nicht sehr umfassend eingesetzt. Der Trend zeigt aber, dass Software-defined Networking (SDN) langsam Fahrt aufnimmt. Aus diesem Grund wird die Tiefenwirkung eine immer dringlicher werdende Anforderung, um diese komplexen Netzwerke managen zu können. 

Die Anbieter arbeiten an dieser Stelle mit den Standardisierungs-Gremien für Netzwerke zusammen. Man strebt die Entwicklung von Systemen an, die sowohl mit SDN als auch mit herkömmlicher Netzwerk-Hardware umgehen können. So erhalten Unternehmen die notwendige Flexibilität, um die virtualisierte und die physische Infrastruktur hinsichtlich Monitoring und Reporting zu unterstützen.

Das Wachstum bei drahtlosen Netzwerken fordert Management-Tools zusätzlich heraus

Mit jeder Iteration wird der Wireless-Standard 802.11 robuster. Außerdem gibt es immer neue Generationen an mobilen Geräten, die WLAN nutzen. Unternehmen sehen Ihre drahtlosen Netzwerke deswegen als nahtlose Erweiterungen Ihrer drahtgebundenen Vernetzung. 

Deshalb müssen IT-Manager auch nach Netzwerk-Management-Applikationen suchen, die sich am besten für WLANs eignen. Diese Anwendungen sind so gestaltet, dass sie die Quelle der Performance-Probleme isolieren. In mobilen Umgebungen ist das eine Herausforderung, da sich Probleme oftmals schwer exakt festlegen lassen. 

Diese Monitoring-Tools hängen normalerweise von Netzwerk-Analyse-Komponenten oder Sensoren ab, um den exakten Standpunkt eines speziellen Gerätes bestimmen zu können, das wiederum den negativen Einfluss auf die Netzwerk-Performance hat.

Anbieter wie Cisco, Extreme Networks und HP haben vereinheitlichte Plattformen geschaffen, die sowohl drahtlose als auch drahtgebundene Technologien auf eine konsolidierte Weise überwachen können. Juniper und Aruba Networks kündigten im Sommer 2014 an, dass den Kunden sie gemeinsam ein ähnlich vereintes Management-Paket anbieten wollen. 

Aruba wurde mittlerweile von HP übernommen. Diese Applikationen sammeln Daten und messen Stau, stellen Informationen zu Fehlern und allgemeine Statistiken zur Verfügung. Außerdem bieten sie ein Fenster in die IT-Sicherheit der einheitlichen Umgebung.

IT-Manager tun sich nicht unbedingt leicht, die richtigen Optionen für Netzwerk-Management zu finden. Netzwerk-Management-Tools gibt es wie Sand am Meer. Die meisten Unternehmen tendieren deswegen oft dazu, die Utilities und speziellen Produkte des Netzwerk-Hardware-Lieferanten zu nutzen. Es gibt aber noch andere Möglichkeiten. Einige davon bieten wesentlich mehr Leistungsmerkmale und sind außerdem einfacher zu benutzen.

Was derzeit funktioniert und was man in Zukunft benötigt

Um die beste Grundlage für das Netzwerk-Management auf die Beine zu stellen, muss die IT-Abteilung sowohl die momentane Umgebung als auch die Pläne für die Zukunft in die Rechnung aufnehmen. Es ist sehr wichtig, dass die Systeme die Sichtbarkeit und die Kontrolle übergreifend für jedes einzelne Netzwerkelement zur Verfügung stellen. 

Ebenso entscheidend ist, dass sie uneingeschränkte Traffic-Sichtbarkeit im gesamten Netzwerk bieten. Die IT-Abteilung braucht einen Kontrollpunkt, von der sie sich jedes Problems annehmen kann. Zum Teil sind auch automatisierte Reaktionen von dieser Zentrale aus denkbar, um Probleme zu beheben oder die Downtime so gering wie möglich zu halten.

Um diese Funktion zu bekommen, benötigen Unternehmen eine Konsole, die wiederum als Kontrollzentrale für das gesamte Netzwerk fungiert. IT-Profis mit unterschiedlichen Rollen können diese Konsole nutzen, um die entsprechenden funktionalen Anforderungen zu unterstützen. Diese unterscheiden sich natürlich je nach Anwendungsgebiet. Zusätzlich sollten diese Systeme eine Funktion bieten, die das Netzwerk abhängig von der Aufgabe des Anwenders visuell darstellen kann.

Für welchen Weg sich eine IT-Abteilung auch immer entscheidet: um das Netzwerk-Management zu verbessern, muss sie auf jeden Fall das gesamte Netzwerk evaluieren und in die Kalkulation einbeziehen. Da jede Konfiguration unterschiedlich ist, differieren logischerweise auch die Herangehensweisen der einzelnen Unternehmen. 

Unbestritten ist, dass alle Firmen Netzwerk-Management-Plattformen benötigen, die auf ihre Infrastruktur abgestimmt sind. Nur dann lässt sich eine Umgebung unterstützen, die optimale Performance liefert, die Ressourcen effizient nutzt und die maximale Zuverlässigkeit garantiert.

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Artikel wurde zuletzt im April 2015 aktualisiert

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