Netzwerk-Management: So finden Sie die richtigen Tools

Netzwerk-Management-Anwendungen sind die erste Verteidigungslinie gegen kostenintensive Ausfallzeiten. Welche Funktionen müssen diese Tools haben?

Anmerkung der Redaktion: In diesem Zweiteiler geben wir Tipps, nach was Sie beim Kauf eines Netzwerk-Management-Tools Ausschau halten sollten. Im diesem ersten Teil kümmern wir uns um die Funktionen und Leistungsfähigkeiten moderner Management-Plattformen. Der zweite Teil beschäftigt sich mit Fragen, die IT-Manager stellen sollten, wenn Sie eine Bewertung für die momentane und künftige Netzwerk-Hardware aufstellen.

In der modernen und dynamischen Welt ist das Netzwerk die Lebensader der im höchsten Maße vernetzten Unternehmen. Fakt ist, dass sowohl private als auch öffentliche Organisationen komplett von den Netzwerken abhängig sind. 

Darüber laufen die entscheidenden Anwendungen und das Geschäft wird über Netzwerke getätigt. Ist das Netzwerk nicht verfügbar, gibt es im Grunde genommen kein Business. Dieser Fakt wird durch die enormen Kosten bei einem Ausfall untermauert.

Diese absolute Abhängigkeit vom Netzwerk lässt keinen Spielraum für Toleranzen bei Netzwerk-Ausfällen oder unangemessener Performance. Daraus resultierend lastet der gesamte Druck auf der IT-Abteilung. Sie muss nicht nur maximale Uptime-Zeiten garantieren, sondern auch sehr hohe Service-Qualität zur Verfügung stellen. Verwendet man Sprache, Daten und komplexe mehrstufige Anwendungen in Netzwerken (und diese Komponenten laufen alle gleichzeitig), dann ist die Bereitstellung von durchgehend 100 Prozent Performance eine echte Herausforderung.

Um für diesen Anwendungs-Umfang ein angemessenes Service-Niveau liefern zu können, ist die Sichtbarkeit ein entscheidender Faktor. Da die modernen Infrastrukturen allerdings sehr verteilt und zunehmend virtualisiert sind, ist es problematisch, ein klares Bild über den Gesundheitszustand und die Stabilität des Netzwerks zu jeder Zeit zu haben. Die Mischung aus drahtlosen und drahtgebundenen Technologien macht die Sache natürlich alles andere als einfacher.

Netzwerk-Management-Systeme müssen mit komplexen Umgebungen zurechtkommen

Damit Unternehmen diese schwierige Aufgabe meistern können, müssen Sie sich die richtigen Netzwerk-Management-Anwendungen anschaffen. Nur so behalten Sie den Überblick über die wachsenden und komplexen Umgebungen. Ein herkömmliches Netzwerk-Management-Tool stellt einige wichtige Funktionen zur Verfügung. 

Dazu gehören Ausfälle der Infrastruktur, Konfiguration, Accounting, Performance und Sicherheit. Der gemeinsame Nenner dieser Funktionen ist, dass Sie Netzwerk-Aktivitäten verfolgen können. Im Anschluss lassen sich Probleme isolieren und lösen. 

Per Definition müssen diese Tools Netzwerk-Aktivität exakt überwachen und eventuelle Vorfälle sofort melden, die die Aufrechterhaltung der Services behindern. Damit man die optimale Performance garantieren kann, sollten sie die Fähigkeit besitzen, mit Vorfällen oder Stauproblemen umgehen zu können. Nur so lassen sich Ausfallzeiten minimieren.

Netzwerk-Monitoring-Tools funktionieren in der Regel mit anderen Anwendungen, die getrennte Funktionen übernehmen. Wir sprechen hier zum Beispiel von Konfiguration, Ereignis- und Performance-Management, Security und Verwaltung der Betriebsmittel. Unternehmen können auf ein breites Spektrum an Netzwerk-Management-Produkten zugreifen. 

Es gibt hier freie Utilities und auch kommerzielle Spezial-Anwendungen. Weiterhin stehen Enterprise-Management-Systeme zur Verfügung, die mit vielen Sensoren interagieren und spezielle Tools, die einen gesamtheitlichen Ansatz für das Management der Umgebung zur Verfügung stellen.

Netzwerk-Management-Tools sollten der IT-Abteilung klare Einblicke auf höchstem Niveau in das Netzwerk bieten. Behindernde Ereignisse oder Traffic-Probleme, die einen negativen Einfluss auf die Verfügbarkeit oder Performance haben, sollte das Produkt sofort identifizieren und melden. Solche Einblicke sind außerdem wichtig, damit man Feinabstimmungen vornehmen kann, wenn sich die Anforderungen an die Kapazitäten ändern.

Automatisierung ist ein weiteres Schlüssel-Element. Die Tools können im Idealfall intelligent und dynamisch auf die Fehler und die Performance-Probleme reagieren. Damit lassen sich Änderungen im laufenden Betrieb vornehmen, sollte das notwendig sein. Außerdem reduziert man damit Fehler.

Neue Anforderungen machen einer neuen Generation an Management-Tools notwendig

Netzwerk-Management-Tools gibt es schon einige Jahrzehnte. Sie helfen Unternehmen, die Quelle eines Problems aufzuspüren und diese so schnell wie möglich aus der Welt zu schaffen. Aber bei Netzwerk-Technologie gilt wie bei allen anderen Aspekten eines Unternehmens, dass sich diese im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat. 

Mit diesen Änderungen kommen auch neue Herausforderungen in Bezug auf das Netzwerk-Management. Unternehmens-Netzwerke sind immer verteilter aufgestellt. Gleichzeitig schreitet die Virtualisierung im Data Center voran, drahtlose Netzwerke werden immer mehr genutzt und SDN (Software-defined Networking) plus NFV (Network Functions Virtualization) stehen ebenfalls vor der Türe. Deswegen sind neue Ansätze für das Management gefragt, um ein klares Bild über die Netzwerk-Aktivitäten zu erhalten.

Diese neuen Technologien setzen Netzwerk-Management-Systeme voraus, die Aktivitäten verfolgen können, während sie sich in diesen komplexen Netzwerken bewegen. Durch SDN und die Trennung der Netzwerk- und Kontrollschicht ist es für Netzwerk-Monitoring-Tools schwerer, eine umfassende Übersicht zu den Traffic-Bedingungen zu erhalten. Virtualisierung setzt ein Netzwerk-Management-Tool voraus, das den Traffic sowohl am Hypervisor als auch im physischen Netzwerk beobachten kann.

Fügt man dem Gebilde noch schnellere Netzwerke und Cloud Computing hinzu, wird das Netzwerk-Management noch komplizierter.

Im nächsten Teil: Im zweiten Beitrag dieser Artikelreihe über den Kauf von Netzwerk-Management-Tools kümmern wir uns um die Fakten, mit denen sich IT-Manager vor einer Entscheidung befassen sollten.

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Artikel wurde zuletzt im März 2015 aktualisiert

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