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Checkliste: Mehr Performance mit Netzwerk-Upgrade

Reicht die Performance Ihres Netzwerks nicht mehr aus? Dann sehen Sie sich unsere Checkliste an, die neben Sicherheit und Durchsatz auch noch andere Faktoren berücksichtigt.

Es gibt zwei entscheidende Elemente zu beachten, wenn Sie sich zu einem Netzwerk-Upgrade entscheiden. Das erste ist zusätzlicher Durchsatz, wobei natürlich gilt: Je mehr, desto besser. Upgrades von 10 MBit/s auf 100 MBit/s und dann auf 1.000 Megabit Ethernet (1 GbE) haben im Wesentlichen die wichtigsten Fortschritte beim Networking bestimmt und die damit verbundenen Kosten gerechtfertigt.

Der zweite Punkt auf einer Checkliste für ein Netzwerk-Upgrade ist Sicherheit, die – was in der Natur der Sache liegt – ein sehr komplexes Thema bleibt und nie ganz abgeschlossen sein wird. Doch wie auch immer: Ein Netzwerk, das nicht sicher ist, ist im Grunde überhaupt kein Netzwerk, sondern fordert das Unglück geradewegs heraus.

Wenn Sie sich für ein Netzwerk-Upgrade entscheiden, ist es allerdings nicht mit einer einfachen Checkliste der auszutauschenden und zu ergänzenden Komponenten getan. Folgend finden Sie einige darüber hinausgehende Überlegungen, die neben Durchsatz und Sicherheit gleichermaßen wichtig sind, wenn es um die Weiterentwicklung der heutigen Organisationsnetzwerke geht.

Automatisieren von Management und Betrieb

Wir haben in den letzten Jahren durch kontinuierliche Fortschritte bei der Automatisierung des Managements und Betriebs von Netzwerken profitiert. Insbesondere für drahtlose Netzwerke stehen somit Funktionen wie selbsttätige Konfiguration, Rekonfiguration und Reparatur zunehmend zur Verfügung. Wir werden in dem Bereich sogar noch mehr künstliche Intelligenz erleben sowie den Einsatz von Analytics-Verfahren, um die Management-Einstellungen in Echtzeit anzupassen. Auf diese Weise lassen sich Betriebskosten reduzieren und Verbesserungen hinsichtlich Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit erzielen. Beides bedeutet für Organisationen generell weitreichende Vorteile.

Richtlinienbasierte Ansätze

Management-Implementierungen und der allgemeine Betrieb werden durch die Festlegung von Betriebsrichtlinien eingeschränkt, darunter Class of Service, über Identitäts-Management-Tools implementierte Sicherheitsrichtlinien und Cost-of-Service-Kontrolle. Bildschirmseiten für das Richtlinien-Management werden gebräuchlich sein, so dass Netzwerk-Manager einfach und eindeutig Autorisierungs- und andere Berechtigungen formulieren und sie bei Bedarf verfeinern oder sogar neu definieren können. Dies ist stark verwandt mit den Steuerungssystemen moderner Flugzeuge, bei denen die Eingaben der Piloten keine spezifischen, fortwährenden Aktionen, sondern eine Absicht ausdrücken.

Weichere und flexiblere Netzwerkinfrastruktur

Mittlerweile ist jeder, der mit der Netzwerkplanung und dem Netzwerkbetrieb zu tun hat, mindestens mit den Konzepten hinter Software-defined Networking (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV) vertraut. Ersteres verbessert die Programmierbarkeit – und infolgedessen die Flexibilität – von wichtigen Netzwerkelementen. Letzteres verschiebt Elemente für die Netzwerkfunktionalität in die Cloud, eine Form der Virtualisierung, die noch deutlich an Popularität zulegen und am Ende zu solch interessanten Konstrukten wie Hybrid-Carrier- und Organisationsnetzwerken führen wird.

Der wahre Wert hier ist aber grundsätzlich ökonomischer Natur, denn diese Technologien verringern die Investitionskosten für die Infrastruktur und die Betriebskosten. Der Endzustand hierbei sind Netzwerke, die sich weitgehend selbstständig organisieren, indem sie sich automatisch auf wechselnde Workloads und alle Arten von Herausforderungen einstellen – einschließlich Sicherheit –, wobei eine maximale Sichtbarkeit gewährleistet und nur minimales Eingreifen durch Operator erforderlich ist.

Kapazität, nicht Durchsatz

Ob Sie es glauben oder nicht: Schneller bedeutet nicht immer besser – zumindest pro Nutzer betrachtet. Obwohl wir darauf achten sollten, dass an keiner Stelle der Network Value Chain ein Flaschenhals entsteht, benötigen die meisten User deutlich weniger Durchsatz als heutzutage üblicherweise bereitgestellt wird. Stattdessen ist der resultierende, verfügbare, aggregierte Durchsatz, den wir Kapazität nennen, immer mehr der Maßstab dafür, ob ein heutiges Netzwerk erfolgreich ist.

Netzwerke entwickeln sich immer mehr wie Computer – sie sind programmierbarer, verteilter, einfacher zu nutzen und intelligenter.

Berücksichtigen Sie aber, dass die Kapazität in Wi-Fi-Netzwerken etwas schwieriger zu planen ist, denn dort variiert der momentan verfügbare Durchsatz mit der Reichweite – die Distanz zwischen den Client-Geräten und den Access Points – und den vorherrschenden Funkbedingungen. Die Antwort besteht darin, die Reichweite zu minimieren, indem man mehr Access Points bereitstellt, wo mehr Kapazität benötigt wird, Automatisierung zu nutzen, um die Sendeleistungen und Kanalzuordnungen optimal festzulegen, und auf die aktuellen Wi-Fi-Standards aufzurüsten.

Netzwerke entwickeln sich immer mehr wie Computer – sie sind programmierbarer, verteilter, einfacher zu nutzen und intelligenter. Aufgrund ihrer Veränderung wird auch der Durchsatz weniger kritisch. Es ist gar nicht so schwer, sich eine Zukunft vorzustellen, in der kabelgebundene und drahtlose Netzwerke in der Lage sein werden, Nutzern durch die entsprechende überprovisionierte Kapazität Dutzende Gigabit zur Verfügung zu stellen.

Und die Sicherheit? Das ist eine gänzlich andere Sache. Bei der Sicherheit wird man sich auf die Integrität von Tools und Strategien konzentrieren müssen, die Organisationen implementieren. Das Ziel besteht darin, dass nur autorisierte Änderungen an Richtlinien, Konfigurationen und Einstellungen vorgenommen werden können. Die zuvor beschriebenen Elemente und Möglichkeiten im Rahmen einer Checkliste für ein Netzwerk-Upgrade können dazu beitragen.

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Artikel wurde zuletzt im Oktober 2017 aktualisiert

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