Doch insgesamt lief das IPv6-Projekt beim Halbleiterfabrikant besser als erwartet - „einfach unspektakulär“, sagt er, „ausgerollt und es lief“. Die diversen Probleme, die Kurfürst in dem rund 25minütigen Video, behandelt, bezeichnet er als „klein“, zumal sich alle lösen ließen. Trotzdem gab es auch zwei „Showstopper“, die das Vorhaben in eine endlose Warteschleife hätten schicken können. So konnte die Software auf den Firewalls keine Redundanz abbilden.
Die Adaptive Security Appliance, kurz: ASA, mischte sich in das IPv6-Routing ein, obwohl sie nicht sollte. In dem Projekt schaltete das IPv6-Team sie einfach aus. Das allerdings hätte man im Echtbetrieb niemals getan, so Kurfürst. Letztlich sei IPv6 merklich noch immer ein neues Protokoll und erfordere andere Denkweisen. Es gebe kaum Sekundärliteratur und wenig Erfahrung. Zudem reiche es nicht, wenn die Server und die Betriebssysteme IPv6 sprächen. Im Gegenteil: "Man muss sich jede Anwendung , etwa jeden Treiber, einzeln anschauen“, empfiehlt Kurfürst. Dennoch macht er Mut, IPv6-Umstellungen zu beginnen.
Die Vortragstriologie:
Teil 1: Die Stimme aus der Praxis sagt: „IPv6 ist kein Hexenwerk!“
Teil 2: IPv6 – Wo Teredo bohrt und IP-Adressen das Fürchten lehren
Ein Video-Interview mit SearchNetworking-Redakteurin Ulrike Ostler hebt vorab ein paar kritische IPv6-Punkte aus dem Projekt hervor:
Interview mit IPv6-Anwender fördert typische Probleme zutage
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