Forscher entwickeln ein Nachfolgemodell zur weltweiten Vernetzung

Folgt dem Web 2.0 das Internet 2.0?

31.08.2007 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

Der Anfang vom Ende des Internets bricht in Japan an, wenn es nach den dortigen Forschern geht. Sie arbeiten bereits an einem Nachfolger für die aktuelle dezentrale, teilvermaschte Infrastruktur, die allgemein als Internet bezeichnet wird. Diese sei den zukünftigen Ansprüchen nicht gewachsen.

Japanische Forscher wollen den veränderten Anforderungen an den weltweiten Datenaustausch begegnen. Sicherheit und mögliche Datenqualität seien laut ihrer Meinung bei der heutigen Methode nicht mehr zeitgemäß. Yoshihiro Onishi vom japanischen Ministerium denkt, dass „die Zeit reif ist, um mit Forschungen an neuen Internettechnologien zu beginnen.“

Onishi und seine Landsleute prognostizieren dem heutigen Verbindungsverfahren eine maximale Daseinsberechtigung bis ins Jahr 2020, wenn sich die Ansprüche an Mobilität und Datentransfer-Volumen gleichbleibend entwickeln. Ein weiterer Beweggrund für die aktive Entwicklung eines Nachfolgers ist die mangelnde Energieefizienz der aktuellen Technologie.

Aktuelle Technik doch ausreichend?

IBM-Experte für Emerging Technologies, Anton Fricko, sieht hingegen die Strukturprobleme weniger gravierend. Die derzeitige Technikgrundlage stehe zwar aufgrund der „sich verändernden Nutzung durch die User vor einer Herausforderung“, die aktuelle Technologie sei aber durchaus in der Lage, mit diesen Problemen umzugehen. Mit dem Internet Protocol Version 6 (IPv6) und der aktuellen Router-Technologie könne die Funktions- und Leistungsfähigkeit noch lange sichergestellt werden.

Aber auch europäische und amerikanische Wissenschaftler haben sich bereits mit einer Weiterentwicklung der Internet-Infrastruktur beschäftigt. Viele daraus resultierende Ansätze beinhalten einen Umbau der Netzwerktechnologie. Ein Lösungsansatz ist beispielsweise, die bestehende vermaschte Struktur mit Peer-to-Peer-Verbindungen zu ergänzen. Aber auch dazu wären bereits weitreichende Umprogrammierungen von existierender Software nötig.

Kommentar zu diesem Artikel

Schreiben Sie uns hier Ihre Meinung ...
(nicht registrierter User)



Spamschutz 

Bitte geben Sie das Resultat dieser Rechenaufgabe (Addition) ein:
Kommentar abschicken

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2007251)