System-Administration mit Microsofts PowerShell Teil 11
Exchange Server 2007 – Verwaltung mit der PowerShell
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In diesem elften und damit vorletzten Teil der PowerShell-Artikelserie zeigt SearchNetworking, wie der Microsoft Exchange Server 2007 die Microsoft PowerShell zur Konfiguration und Administration nutzt.
Mit der PowerShell möchte Microsoft eine einheitliche und standardisierte Plattform zur Administration der Betriebssysteme und Server erreichen. Der Exchange-Server befindet sich dabei in einer Vorreiterrolle, denn er ist das erste Server-Produkt, das die PowerShell mitbringt und diese direkt nutzt. In Zukunft werden wohl alle weiteren Microsoft-Server nachziehen und ebenfalls mit der PowerShell ausgeliefert werden.
Management-Konsole vs. PowerShell
Die Nutzung der PowerShell geht beim Exchange Server 2007 sogar soweit, dass die herkömmliche Management Console (
Bei der Nutzung der MMC wird im Hintergrund die PowerShell ausgeführt. Schon beim Start der MMC wird der Verbindungsaufbau mit der PowerShell in der Statusleiste kurz angezeigt.
PowerShell-SnapIns mit Exchange-Cmdlets
Der Basisumfang der PowerShell im Originalzustand reicht für die Exchange-Anwendung nicht aus. Deshalb werden bei der Installation des Servers PowerShell-SnapIns installiert, welche in die PowerShell geladen werden, um spezielle Exchange-Cmdlets verfügbar zu machen.
Am Einfachsten wird die so erweiterte PowerShell über die Verknüpfung Exchange Management Shell in der Exchange-Programmgruppe gestartet. Als Alternative kann der Anwender die SnapIns bei Bedarf aber auch über das Cmdlet app-pssnapin in der „normalen“ PowerShell laden:
add-pssnapin Microsoft.Exchange.Management.PowerShell.Admin
Bei der Verwendung der Exchange Management Shell-Verknüpfung erscheint ein von Seiten des Layouts leicht verändertes PowerShell-Konsolenfenster mit einigen Informationen zum Start und einem Tagestipp (siehe Abbildung 1).
Hilfe und Referenz
Mit dem Cmdlet get-excommand erhält der Anwender ähnlich wie beim get-command eine Liste der verfügbaren Cmdlets, nur dass hier ausschließlich die Befehle des Exchange-Servers angezeigt werden.
Die Entwickler des SnapIns haben sogar eine Schnellreferenz in ihr SnapIn integriert. Der Befehl quickref zeigt eine HTML-Datei an, die sämtliche Exchange-Cmdlets in Kategorien auflistet und ihren jeweiligen Einsatzzweck kurz erläutert (siehe Abbildung 2).
Beispiele der Exchange-Cmdlets
Doch nun genug der Theorie, es wird Zeit für einige Beispiele zum Einsatz der Exchange-Cmdlets. Wie SearchNetworking bereits im Teil 9 „Zugriff auf das
Der Exchange-Server geht hier mit seinen Cmdlets einen deutlich eleganteren Weg. Das Anlegen eines neuen Benutzerkontos und das gleichzeitige Erstellen einer zugehörigen Mailbox gestalten sich hier recht einfach. Eine ADSI-Programmierung wird dabei nicht benötigt. Im folgenden Beispiel wird ein Benutzerkonto für Max Meier angelegt. Sein Alias soll „meier“ lauten und sein Anmeldename sowie seine
new-mailbox -name „Max Meier“ -alias „meier“ -userprincipalname „meier@dom.ain“ -organizationalunit „Finance“ -database „Mailbox Database“
Auch das Auslesen und Ändern von Benutzerkonto-Eigenschaften ist mit den Exchange-Cmdlets get-user und set-user deutlich einfacher, als mit ADSI. Das Beispiel zeigt, wie ein Benutzerkontoobjekt geladen und anschließend dessen Telefonnummer-Eigenschaft geändert wird. Hier lässt sich die PowerShell-Pipeline einsetzen.
get-user -identity „dom\meier“ | set-user -phone „(012) 3456“
Zuletzt noch ein Beispiel zu den öffentlichen Ordnern. Diese werden beispielsweise einfach über das Cmdlet new-publicfolder angelegt.
new-publicfolder -name „Public Forms“
Fazit
Der Exchange Server 2007 gibt hier bereits einen guten Eindruck, auf welche Weise zukünftige Microsoft Server-Versionen konfiguriert und administriert werden. Durch den standardisierten Ansatz der PowerShell kann dies den Arbeitsalltag erleichtern, wenn man sich mit ihren Eigenheiten vertraut gemacht hat.
Im zwölften und letzten Teil der PowerShell-Artikelserie stellt SearchNetworking einige SnapIns von Drittanbietern und der Community zur Erweiterung der PowerShell vor. Darunter sind Cmdlets für den einfachen Active Directory-Zugriff, grafische Ausgaben und Netzwerkfunktionalitäten.
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