Der
Im Januar 1997 wurde eine Ausschreibung vom National Institute of Standards and Technology (NIST), eine Abteilung des US-Wirtschaftsministeriums initiiert, um einen robusteren Ersatz für
Das gesamte Ausschreibungsverfahren wurde offen gestaltet, wobei Kommentare aus der Öffentlichkeit erwünscht waren; die US-Regierung versprach sich von dieser Offenheit eine möglichst tief gehende Analyse der Entwürfe. Im Jahre 1998 hat NIST 15,180 Kandidaten für AES ausgewählt, die dann einer vorläufigen Analyse durch Krypografie-Experten weltweit, darunter die National Security Agency unterzogen wurden. Auf deren Basis hat NIST im August 1999 fünf Algorithmen für eine tiefer gehende Analyse ausgewählt und zwar:
MARS, der von einem großen Team bei IBM Research eingereicht wurde
RC6, der von RSA Security eingereicht wurde
Rijndael, der von zwei belgischen Kryptografen, Joan Daemen und Vincent Rijmen, eingereicht wurde
Serpent, der von Ross Andersen, Eli Biham und Lars Knudsen eingereicht wurde
Implementierungen dieser Algorithmen wurden ausführlich in ANSI C und Java auf Geschwindigkeit und Zuverlässigkeit getestet, beispielsweise auf Verschlüsselungs- und Entschlüsselungsgeschwindigkeit, Einrichtzeit für Schlüssel und Algorithmus, Widerstandsfähigkeit gegen verschiedene Angriffe auf hardware- und softwarebasierten Systemen. Auch hier wurde eine detaillierte Analyse von der weltweiten Kryptografieexperten durchgeführt, wobei manche Teams versucht haben, die eigenen Beiträge anzugreifen. Als Ergebnis des Verfahrens hat NIST am 2. Oktober 2000 bekannt gegeben, dass Rijndael als Standard gewählt worden war. Am 6 Dezember 2001 hat der US-Wirtschaftsminister den Federal Information Processing Standard (Bundesdatenverarbeitungsstandard - FIPS) 197 offiziell genehmigt, der besagt, dass alle sensiblen, nicht klassifizierten Dokumente Rijndael als Advanced Encryption Standard anwenden sollen.



