Definition

Server Message Block (SMB) -Protokoll

Das Server Message Block (SMB) -Protokoll dient als Client/Server-Protokoll für die Freigabe von Netzwerkdateien und ermöglicht es Anwendungen, auf einem Client Dateien zu lesen, in Dateien zu schreiben sowie Dienste von Serverprogrammen in einem Computernetzwerk anzufordern. Das SMB-Protokoll lässt sich ergänzend zu den TCP/IP-Protokollen oder anderen Netzwerkprotokollen wie Internetwork Packet Exchange oder NetBEUI verwenden.

Mit dem SMB-Protokoll kann eine Anwendung (oder der Benutzer einer Anwendung) auf Dateien oder andere Ressourcen auf einem Remoteserver zugreifen. Da Server Message Block mit eigenem Netzwerkdateisystem arbeitet, ist das Protokoll unabhängig vom Dateisystem des Servers.

Bei der Kommunikation stellt der Client eine Anfrage (Request) an den Server, der eine Antwort (Response) zurücksendet. Der Server stellt dann dem Client die gewünschten Ressourcen wie Drucker, Programmierschnittstellen, Verzeichnisse oder andere Ressourcen zur Verfügung. Der SMB-Client kann Kommandos an den SMB-Server übertragen. Er unterstützt den interaktiven Datenaustausch, die Druckerfreigabe, das Drucken und kann zur Fehlersuche sowie zur Fehlerbeseitigung beitragen.

SMB wurde zuerst 1983 von Barry Feigenbaum bei IBM vorgestellt. Im Laufe der Zeit wurde das Protokoll hauptsächlich von Microsoft erweitert. Seit Windows 95 unterstützen alle Microsoft-Betriebssysteme das Client/Server-Protokoll. Für UNIX-Systeme steht das Shareware-Programm Samba zur Verfügung.

Das von Microsoft eingeführte Common Internet File System (CIFS) beschreibt eine erweiterte Version von SMB. CIFS baut dabei auf NetBIOS over TCP/IP und SMB auf und bietet neben der Datei- und Druckerfreigabe weitere Dienste wie zum Beispiel den Windows-RPC- und den NT-Domänendienst an.

Mit Windows Server 2012 hat Microsoft die neue Version 3.0 des SMB-Protokolls eingeführt. Es bietet neue Funktionen wie das SMB Direct Protocol (SMB über RDMA), Multichannel-SMB (mehrere Verbindungen pro Sitzung) und End-to-End-Verschlüsselung. Verbesserungen gibt es auch bei der Arbeitsauslastung der Clients. So verkürzt sich die Latenz der Anwendungen für Benutzer in Filialen, wenn diese über ein Wide Area Network (WAN) auf Daten zugreifen.

Ebenfalls neu: Hyper-V kann Dateien virtueller Computer über das SMB 3.0-Protokoll in Dateifreigaben speichern. Zu diesen Dateien gehören Konfigurationsdateien, VHD-Dateien (Virtual Hard Disk, virtuelle Festplatte) und Snapshots. Dies lässt sich für eigenständige Dateiserver und Clusterdateiserver nutzen, die Hyper-V zusammen mit Dateifreigabespeicher für den Cluster verwenden. Auch Microsoft SQL Server kann Dateien von Benutzerdatenbanken auf SMB-Dateifreigaben speichern.

Diese Definition wurde zuletzt im April 2015 aktualisiert

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