Definition

Port

1) Bei Computern und Telekommunikationsgeräten bezeichnet der Begriff Port allgemein eine Schnittstelle, über die sie sich mit einem anderen Gerät über eine Buchse oder einen Stecker physikalisch verbinden lassen. Typischerweise ist ein Computer mit einem oder mehreren seriellen Ports und einem parallelen Port ausgestattet. Der serielle Port unterstützt die sequenzielle, also „ein Bit nach dem anderen“ Übertragung, an angeschlossene Peripherie-Geräte wie zum Beispiel Scanner. Der parallele Port unterstützt „mehrere Bits zur gleichen Zeit“ Übertragungen an Geräte wie zum Beispiel Drucker.

2) In der Programmierung bezeichnet ein Port eine logische Verbindungsstelle und im Spezifischen, bei Benutzung des Internet Protokolls (IP) TCP/IP, die Art, wie ein Client-Programm ein bestimmtes Server-Programm auf dem Computer innerhalb eines Netzwerks adressiert. Wichtige Anwendungen, die das TCP/IP Protokoll verwenden, wie zum Beispiel das Web-Protokoll Hypertext Transfer Protocol (HTTP), haben vordefinierte und standardisierte Portnummern. Diese werden auch als System-Ports bezeichnet und wurden von der Internet Assigned Numbers Authority (IANA) zugewiesen. Andere Anwendungen bekommen ihre Port-Nummern dynamisch bei jeder Verbindung zugewiesen. Wenn ein Dienst (ein Server-Programm) zum ersten Mal gestartet wird, wird vorgegeben, dass er sich mit der ihm zugewiesenen Port-Nummer verknüpft. Da jedes Client-Programm diesen Server benutzen möchte, muss es ebenfalls eine Verbindungsanfrage für den zugewiesenen Port stellen.

Port-Nummern gehen von 0 bis 65535. Die Ports von 0 bis 1024 sind für die Benutzung durch bestimmte privilegierte Dienste reserviert. Für den HTTP-Dienst ist Port 80 als Standard definiert und benötigt keine weitere Spezifizierung im sogenannten Uniform Resource Locator (URL).

3) In der Programmierung wird als Port (umgangssprachlich für Portierung) auch die Verschiebung eines Anwendungsprogramms auf ein anderes Betriebssystem bezeichnet. Dabei wird das Programm auf einem anderen Betriebssystem als dem, für das es entwickelt wurde, lauffähig gemacht. Diese Portierung ist etwas aufwändig, jedoch längst nicht so aufwändig, wie für die nochmalige Entwicklung des Programms auf einem anderen Betriebssystem nötig wäre. Programmierschnittstellen, die offenen Standards unterliegen (wie zum Beispiel solche, die in X/Open's 1170 C  und Sun Microsystems Java spezifiziert sind), minimieren beziehungsweise eliminieren den Aufwand, ein Programm zu portieren.

Diese Definition wurde zuletzt im November 2005 aktualisiert

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