Definition

Peer-to-Peer (P2P)

1) Peer-to-Peer ist ein Kommunikationsmodell, bei dem jede Partei die gleichen Rechte und Möglichkeiten hat und eine Kommunikationssitzung initiieren kann. Insofern steht es im Kontrast zum Client-/Server- und Master-/Slave-Modell. Zuweilen wird Peer-to-Peer implementiert, indem man jedem Knoten sowohl Client- als auch Server-Funktionen zuweist. Neuerdings bezeichnet „Peer-to-Peer“ auch Anwendungen, mit denen Nutzer via Internet Dateien direkt oder über einen vermittelnden Server austauschen können.

IBMs Advanced Peer-to-Peer Networking (APPN) ist ein Beispiel für ein Produkt, das Peer-to-Peer-Kommunikation verwendet. Napster und Gnutella sind Beispiele für P2P-Software.

2) Im Internet ist Peer-to-Peer (hier genannt P2P) eine Form eines Ad-hoc-Netzwerks: Alle Mitglieder einer Nutzergruppe verwenden die gleiche Anwendung, mit der sie gegenseitig direkt auf Dateien ihrer Festplatten zugreifen können. Napster und Gnutella sind Beispiele für diese Art von Peer-to-Peer-Software. Große Content-Hersteller, vor allem auch Plattenfirmen, haben Bedenken gegen diese vermeintlich illegale Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte geäußert und einige P2P-User verklagt.

Nichtsdestotrotz sehen Unternehmen P2P als Möglichkeit, wie Mitarbeiter Dateien gemeinsam nutzen können, ohne dass Kosten für einen zentralen Server anfallen. Auf ähnliche Weise können Unternehmen auch Dateien untereinander austauschen.

Wie funktioniert P2P im Internet?

Der Nutzer muss zunächst ein P2P-Programm herunterladen und starten (Gnutellanet ist derzeit eines der beliebtesten, weil es den Tausch von Dateien aller Art erlaubt). Nach dem Programm-Start wird die IP-Adresse eines anderen Computers eingegeben (typischerweise listet die Web-Seite, von der aus der Benutzer die Software geladen hat, einige IP-Adressen als Ausgangspunkt auf). Findet der Computer ein anderes Mitglied online, stellt er eine Verbindung zu dessen Computer her, der wiederum andere Mitglieder gefunden hat, und so weiter.

Benutzer können die maximale Anzahl von Verbindungen wählen sowie bestimmen, welche Dateien freigegeben oder Passwort-geschützt werden sollen.

Diese Definition wurde zuletzt im September 2005 aktualisiert

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