Definition

NIC (Network Interface Card, Netzwerkkarte)

Mitarbeiter: Jason Alvich, Hendrik Brink und Kevin Williams

Eine NIC (Network Interface Card / Netzwerkkarte) ist eine Platine oder eine Karte, die in einem Computer installiert wird, damit er sich mit einem Netzwerk verbinden und Daten austauschen kann.

Eine Netzwerkkarte ermöglicht es einem Computer, dauerhaft über eine dedizierte Leitung mit dem Netzwerk verbunden zu sein. Desktops oder Notebooks in einem LAN (Local Area Network) sind in der Regel mit einer Netzwerkkarte ausgestattet, wobei der Trend immer mehr zu WLAN-Karte geht. Manche Notebooks besitzen bereits keine NIC mehr, an die ein Kabel angesteckt werden kann. Dedizierte Netzwerkkarten sind mittlerweile in Endanwendergeräten eher die Ausnahmen, weil sich das entsprechende Chipset schon auf dem Mainboard befindet.

In den 1980er Jahren gab es noch mehrere konkurrierende Netzwerkarchitekturen. Verbreitet waren in erster Linie ARCNET, Ethernet, Token Ring und LocalTalk. Im Endeffekt hat sich Ethernet aber durchgesetzt und diese Netzwerkhardware wird in erster Linie mit Twisted-Pair-Kabeln mit RJ45-Steckern betrieben.

Früher wurden die Geräte mit einem Hub verbunden. Im Laufe der Jahre starben die Hubs aus und wurden durch Switches ersetzt. Der Switch als zentraler Verteiler und daran angeschlossene Geräte bilden ein LAN.

Auch wenn immer mehr Anwendergeräte mit WLAN-Hardware ausgestattet werden, sind Netzwerkkarten weiterhin unverzichtbar. Vor allen Dingen im Data Center und bei Servern kann man auf die Hardwarekomponenten nicht verzichten, da sie um ein Vielfaches schneller als WLAN sind. Geschwindigkeiten von 1000 MBit (1 GBit) via RJ45 (1000BASE-T) oder auch über Glasfaser (1000BASE-SX) sind keine Seltenheit. Weiterhin sind Ethernet-Netzwerkkarten mit 10 GBit für PCI-Express und PCI-X verfügbar.

Normalerweise hat eine Netzwerkkarte nur einen Ethernet-Anschluss. Es gibt aber auch spezielle Ausführungen, die bis zu vier Ethernet-Anschlüsse besitzen. Jeder Ethernet-Netzwerkkarte wird darüber hinaus weltweit eine einzigartige MAC-Adresse zugewiesen. Durch sogenanntes Spoofing lässt sich diese mithilfe von Software aber auch temporär verändern.

Viele NICs bieten außerdem die Möglichkeit, ein Betriebssystem über das Netzwerk zu starten. Dazu dient ein Boot-ROM. In so einem Fall gibt es beim Start eines Computers eine entsprechende Option. Der Vorteil dieser Methode ist, dass der Rechner kein lokales Storage benötigt. Das Betriebssystem wird über die Netzwerkkarte geladen. Moderne Lösungen basieren auf TCP/IP. Zu den bekannten Konzepten gehören die Open-Source-Lösungen Etherboot und Netboot sowie Intels PXE.

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Diese Definition wurde zuletzt im Mai 2016 aktualisiert

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