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Wie setzt man eine optimal automatisierte Enterprise-Infrastruktur um?

Automatisierung kann dabei helfen, IT-Infrastruktur effizienter zu machen. Die falsche Herangehensweise wird allerdings mehr schaden als nützen.

Wie findet man heraus, wie viel Automatisierung richtig für eine Enterprise-Infrastruktur ist?

Die IT-Infrastruktur in Unternehmen wird immer weiter vernetzt, virtualisiert und deswegen zusehends komplexer. Aus diesem Grund bietet es sich an, die Automatisierung als eine Methode zu sehen, um Prozesse des Informationsmanagements zu optimieren. Schließlich möchte jeder bezüglich Datensicherheit, Storage, Performance-Monitoring der Applikationen und Wirtschaftlichkeit in der IT effizientere Prozeduren – in diesem Punkt braucht man gar nicht weiter zu diskutieren.

Allerdings sollten Sie auch nichts überstürzen.

Bill Gates hatte das einst geschickt so zusammengefasst: „Die erste Regel für Technologie, die im Geschäftsbereich genutzt wird, lautet, dass man mithilfe von Automatisierung effiziente Prozesse noch effizienter macht. Die zweite Regel lautet, dass man mit Automatisierung leistungsschwache Prozeduren ineffizienter machen kann.“

Sollten Sie die Prozesse nicht sehr gut kennen, die Sie in Ihrer Enterprise-Umgebung automatisieren wollen, dann können Sie mehr Schaden als Nutzen anrichten. Aus diesem Grund müssen Sie zunächst herausfinden, wann sich Automatisierung effizient einsetzen lässt und wie viel Automatisierung überhaupt sinnvoll ist.

Nachfolgend finden Sie fünf Faustregeln, die Ihnen beim Beantworten Ihrer Fragen helfen können:

1.  Modellieren Sie Ihre Prozesse

Verwenden Sie BPM-Tools (Business Process Modeling) und modellieren Sie damit die Sichtbarkeit, Verantwortlichkeit und Anpassbarkeit der momentanen Prozesse. Das sollte sowohl System- als auch Applikations-Interaktionen sowie menschliche Aktivitäten beinhalten. Sie sollten sich selbst fragen, welche Schwachpunkte Ihre derzeitigen Prozesse aufweisen, die sich mithilfe von Automatisierung beheben lassen.

2. Arbeiten Sie Ihre Ziele klar aus

Verstehen Sie den derzeitigen Prozess-Ablauf genau, erstellen Sie am besten eine Liste mit Zielen und arbeiten Sie eine gewisse Rangfolge aus. Die oberste Priorität sollten Sie anhand Ihrer erweiterten Business-Ziele setzen. Finden Sie heraus, in welchen Bereichen Sie von Automatisierung am meisten profitieren dürften.

3. Weisen Sie Verantwortlichkeiten zu

Die Zuweisung der Verantwortung ist ein Schlüsselfaktor und sollte nicht nur auf IT-Personal begrenzt sein. Auch Geschäftsleitung und Anwender, die täglich mit Ihren IT-Systemen arbeiten, sollten involviert werden.

4. Isolieren und automatisieren Sie spezielle Teile des jeweiligen Prozesses

Automatisieren Sie alles gleichzeitig, endet das mit hoher Wahrscheinlichkeit im Chaos. Entwickeln Sie stattdessen einen Plan, der sich über sechs bis 12 Monate erstreckt und isolieren Sie spezifische Prozesse. Auf diese Weise können Sie Ihre Hypothesen testen, die Ergebnisse überwachen und den Fortschritt beobachten.

5. Bewertung und Skalierung

Bewerten Sie nach jedem Test, wie sich das Ergebnis mit Ihren Zielen vereinbaren lässt. Überprüfen Sie die Verantwortlichkeiten und skalieren Sie die Automatisierung, wenn sich entsprechende Resultate einstellen.

Bei Automatisierung ist es wichtig, dass Sie immer den aktuellen Trends folgen. Wir haben bei vielen unserer Kunden beobachtet, dass sie ihre Zusammenarbeit mit einigen großen Technologie-Anbietern eingestellt haben, die spezielle Automatisierungs-Tools mit eigenständigen Technologie-Stacks führen. Unsere Kunden haben sich für Netzwerk-und Cloud-basierte Ansätze entschieden, die sich in Bezug auf alle Systeme und Applikationen skalieren lassen. Das ist allerdings noch nicht das Ende der Fahnenstange. Wir müssen auch die steigenden Bedürfnisse in Bezug auf mobile Anwendungen in Betracht ziehen, die erweiterte Kollaboration garantieren. Ihre Automatisierungs-Systeme müssen sich überwachen und in Echtzeit anpassen lassen.

Schlussendlich sollten Sie herausfinden, was das richtige Maß an Automatisierung ist. Dabei helfen Ihnen die folgenden Punkte:

  • Entwickeln Sie einen stabilen Plan
  • Lassen Sie isolierte Tests laufen
  • Verteilen Sie die Verantwortlichkeiten auf das Schlüssel-Personal im Unternehmen

Über den Autor:

Alexandre Wentzo ist CEO von Casewise.

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Artikel wurde zuletzt im Juni 2014 aktualisiert

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