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Wie funktionieren Cisco IP Phones mit Microsoft Lync Server?

SIP-Gateways, RCC, sowie Direct SIP und SIP Trunks sind Optionen, Cisco IP Phones mit Microsoft Lync Server zusammenarbeiten zu lassen.

Sind Cisco-IP-Telefone zu Microsoft Lync Server kompatibel? Gibt es eine Möglichkeit, damit die beiden Komponenten...

zusammenarbeiten?

Die direkte Antwort auf den ersten Teil der Frage ist Nein. Cisco-IP-Telefone sind zu Microsoft Lync Server nicht direkt kompatibel. Anders gesagt können Sie ein Cisco IP Phone nicht nativ an einem Lync Front-End-Server registrieren. Zur zweiten Frage kann man sagen, dass Cisco-IP-Telefone mit Lync Phones koexistieren können. Das setzt aber angemessene Planung und Design voraus. Es gibt verschiedene Ebenen hinsichtlich dieser Koexistenz. Hat ein Unternehmen CUCM (Cisco Unified Communication Manager) als IP-PBX für Cisco-IP-Telefone im Einsatz, ist es abhängig von der Software-Version möglich, einen so genannten SIP Trunk zwischen CUCM und Lync Server zu erstellen. Bei Microsoft würde das Direct SIP heißen. Diese Direct-SIP-Verbindung erlaubt es sowohl Cisco IP Phones als auch Lync-Clients und -Geräten, innerhalb des gleichen Unternehmens miteinander zu kommunizieren. Somit benötigen Sie kein separates Media Gateway für das Transcoding (Umschlüsseln).

Microsoft stellt eine Liste mit unterstützen Cisco IP-PBXes auf der Infrastruktur-Seite der UCOIP-Website (Unified Communications Open Interoperability Program) zur Verfügung. Lync Server 2013 und Lync Server 2010 wurden beide mit diversen Software-Versionen von CUCM getestet. Ein ausgezeichnetes Integrations-Dokument finden Sie auf dieser Seite für Lync Server 2010 und CUCM. Sind Cisco PBXes nicht auf der UCOIP-Website aufgelistet, müssen Sie möglicherweise ein separates SIP/CSTA Gateway einsetzen. Erst dann kann der Lync Server mit der entsprechenden IP-PBX von Cisco zusammenarbeiten.

Zusätzlich zu der nativen Call-Kontrolle, die es in CUCM und Lync Server gibt, können Sie auch RCC (Remote Call Control) implementieren. Cisco stellt dafür CUPS (Cisco Unfied Presence Server) zur Verfügung. Das erlaubt einem Microsoft Lync Client, Anweisungen an CUCM zu senden. Somit lässt sich steuern, was auf einem Cisco IP Phone passiert. Häufige Beispiele sind, dass sowohl Lync- als Cisco-IP-Telefone auf eingehende Anrufe mit System- und Anwesenheits-Informationen reagieren. Somit lassen sich die Stati Available (verfügbar), Away (abwesend) und Busy (beschäftigt) zwischen Lync Clients und dem Cisco IP Phone teilen. Cisco stellt einen Integrations-Leitfaden zur Verfügung: CUPS 8.6 mit Microsoft Lync Server für RCC. Auf Seite des Lync Servers erlaubt es Microsoft Administratoren, RCC für einen Lync Client zu aktivieren. Ich möchte klarstellen, dass sich das Verhalten eines Lync Clients mit RCC etwas von einem mit Enterprise Voice unterscheidet. Weitere Details finden Sie in Microsofts TechNet-Artikeln Planning for Remote Call Control und Deploying Remote Call Control.

Artikel wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

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