destina - Fotolia

F

Wie ermöglichen OpenStack Neutron und Dragonflow SDN?

Nachdem OpenStack in Sachen SDN stetig erweitert wird, müssen wir uns damit beschäftigen, welche Rolle Neutron oder Dragonflow in Zukunft spielen.

Die Netzwerkfunktionen innerhalb der Cloud-Plattform OpenStack entwickeln sich sehr schnell weiter.

Neue Switch- und Service-Optionen tauchen regelmäßig auf. Die Kernkomponente für das Netzwerk der Plattform ist OpenStack Neutron. Sie mausert sich zu einem austauschbaren Standardmodell. Das kommt Administratoren entgegen, da es fortschrittlichere Netzwerkoperationen vereinfacht. Damit ist zum Beispiel sogenanntes Service Chaining gemeint.

OpenStack Neutron verwendet Network Functions Virtualization (NFV). Die Komponente erstellt Schichten an Netzwerkabstraktion oberhalb des physischen Netzwerks. Protokolle lassen sich via Overlay Networking anflanschen. Das ist eine Methode zur Verkapselung (Encapsulation) von Protokollen. Diese Herangehensweise mit Overlay frisst ziemlich viel Rechenleistung, dafür ist die Flexibilität auf einem sehr hohen Niveau.

Weil Neutron einen Netzwerkknoten (Node) verwendet, der beim Skalieren zum Flaschenhals wird, hat die Open-Source-Community das Untermodul Dragonflow entwickelt. Die Komponente ist ein SDN-Controller (Software-defined Networking), der als verteilter virtueller Router für OpenStack-Cluster agiert. Dragonflow wirkt sich geringfügig auf den Code von OpenStack Neutron aus, verbessert aber Skalierbarkeit und Geschwindigkeit. Weiterhin vereinfacht sich dadurch das Management. Die Komponente hat eine elastische Architektur, die auf virtuelle LANs in einem nach oben oder unten skalierendem Cluster reagiert.

Die OpenStack-Komponenten.
Abbildung 1: Die OpenStack-Komponenten.

Dragonflow ist mit Kuryr verbunden. Das ist wiederum eines der Container-Subprojekte von OpenStack, um SDN in die OpenStack-Container-Umgebung einzubringen. Dragonflow unterstützt mitunter L2/L3, DHCP (Dynamic Host Configuration Protocol), Security-Gruppen und andere fortschrittliche Funktionen.

Außer OpenStack Neutron gibt es in der Open-Source-Community noch viele weitere SDN- und NFV-Initiativen. OpenDaylight ist ein Open-Source-Projekt der Linux Foundation, um eine Standard-Branchen-Plattform für SDN zu erstellen. Das Modul OpenDaylight NetVirt steht noch am Anfang. Es benutzt die APIs von OpenStack Neutron und unterstützt modulare Subservices. Dazu gehören L2, L3 DHCP, IPv6 und andere.

Folgen Sie SearchNetworking.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Nächste Schritte

Für OpenStack-Implementierungen gibt es Optionen im Überfluss

Managed Private Cloud und Container sind die Zukunft von OpenStack

OpenStack Mitaka verbessert Skalierbarkeit, User Experience und Management

 

Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Software Defined Networking (SDN)

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchSecurity.de

SearchStorage.de

SearchDataCenter.de

SearchEnterpriseSoftware.de

Close