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Warum braucht man in einem Software-defined Network offene APIs?

Offene APIs sind ein Schlüssel zum Erfolg von Software-defined Networking. Die Kultur proprietärer Schnittstellen muss sich ändern.

Warum spricht beim Thema Software-defined Networking (SDN) jeder über offene APIs? Warum sind offene APIs für ein...

SDN so wichtig?

In einer perfekten Welt könnten alle Produkte von jedem Netzwerk-Anbieter ohne großen Administrations-Aufwand miteinander kommunizieren. Man könnte argumentieren, dass dies das ultimative Ziel von Software-defined Networking ist: Das Erschaffen einer zentralisierten Policy, die auf alle Geräte im Data Center oder auf das WAN verteilt wird, ohne dass Sie sich mit den Eigenheiten der Produkte plagen müssen.

Die wichtigsten Bestandteile für die Realisierung dieses Ziels sind Programmierschnittstellen (Application Programming Interfaces, API). Im Zusammenhang mit einem Software-defined Network verwenden Controller so genannte Southbound APIs wie zum Beispiel NETCONF, Ciscos OpFlex oder OpenFlow, um die Konfiguration und den Status auf Netzwerk-Geräte wie Switche oder Router zu verteilen. Im Gegensatz dazu benutzt man Northbound APIs, um die Informationen zwischen Controller und anderen Applikationen weiter zu geben. Im Moment sind Northbound APIs größtenteils proprietär und kommen vor allem im Zusammenhang mit höher angesiedelten Applikationen zum Einsatz. Dazu gehören zum Beispiel IP-Management oder andere Netzwerk-Orchestrierungs-Tools, etwa zur Virtualisierung.

Offene APIs sind für ein Software-defined Network nun deshalb wichtig, weil die Kommunikation mit anderen, möglicherweise konkurrierenden Technologien ohne Zugriff auf gut dokumentierte und von den Entwicklern unterstützte APIs schwierig ist. Die einzige Alternative besteht darin, alle Komponenten aus der Hand eines einzelnen Herstellers zu beziehen und damit auf proprietäre APIs zu setzen.

Für einige Unternehmen und Anwendungsfälle mag das in Ordnung sein. Software-defined Networking kann sein volles Potential aber erst dann ausspielen, wenn Kunden die einzelnen Komponenten einsetzen können, die ihren Ansprüchen am besten genügen. Dabei sollte es nicht darauf ankommen, ob die entsprechenden Hersteller miteinander kooperieren oder nicht.

Für die Zukunft von Software-defined Networking ist es wichtig, dass sich die Kultur der proprietären und geschlossenen Systeme ändert. Davon würden nicht nur Anwender profitieren, sondern gleichzeitig auch die großen Netzwerk-Anbieter, für die sich viele ihrer Probleme innerhalb ihrer Produkt-Portfolios in Luft auflösen würden.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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