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Wann ist OpenStack fit für das neue Protokoll IPv6?

Die Cloud-Plattform OpenStack ist derzeit nicht mit IPv6 kompatibel. Unser Experte erläutert, wie derzeit an der IPv6-Kombatibilität gefeilt wird.

Wann wird OpenStack mit IPv6 funktionieren und wer arbeitet daran? Welche Vorteile werden sich daraus ergeben?

OpenStack wurde im Juni 2013, im sogenannten Grizzly Release, erstmalig mit einem Patch ausgestattet, um IPv6 zu unterstützen. Im November 2013 wurde ein Team innerhalb des Neutron-Projekts ins Leben gerufen, um die IPv6-Unterstützung voranzutreiben und die Funktionen in die offizielle Version zu integrieren. Die Initiative dazu geht vor allem von Nephos6, Comcast und IBM aus. Globale Service-Provider haben klare Anforderungen an IPv6. Deutsche Telekom, AT&T und Comcast gehören zu den Service-Providern, die sich für eine Cloud- und IPv6-basierte Infrastruktur einsetzen. Diese Unternehmen unterstützen somit auch die Weiterentwicklung von OpenStack.

Es wurden mehrere Entwürfe erstellt, die auf den Anforderungen von Service-Providern und Unternehmen basieren. Diese beziehen sich auf spezifische Einsatzszenarios für Cloud-Infrastrukturen wie Private, Virtual Private, Hybrid und Public Cloud-Services. Die Einsatzgebiete umfassen zudem Cloud-Infrastrukturen, die neue Services wie zum Beispiel Sprach-, DVR- und Video-Dienste beinhalten. Migrieren Service-Provider die Access Layer auf IPv6, müssen sie auch die für die Auslieferung zuständigen Plattformen auf das Protokoll umstellen. In der Tat gibt es an alleinigen IPv6-OpenStack-Plattformen großes Interesse, da sich so Einzel- statt Dual-Protokoll-Infrastrukturen betreiben lassen.

Der große Vorteil durch IPv6 ist sehr deutlich: Skalierbarkeit. Der durch das neue Protokoll bereitgestellte Adressraum ermöglicht es Providern, neue Pläne zu entwickeln, die den Betrieb erleichtern. Facebook demonstriert das mit seiner großen Data-Center-Infrastruktur. IPv6 stellt genug Adressraum für eingebetteten Service- und Policy-Informationen zur Verfügung, um das Policy-Management zu vereinfachen. Der IPv6-Adressraum vereinfacht zudem das Verwalten elastischer Ressourcen für gehostete, mandantenfähige Umgebungen mit Hilfe permanenter Zuweisungen.

Ein weiterer Vorteil der IPv6-Unterstützung von OpenStack resultiert daraus, das immer mehr Service-Provider ihre nächste Generation an Infrastrukturen auf IPv6 ausrichten. Konzepte wie VXLAN lassen sich in einer IPv6-basierten Infrastruktur einfacher implementieren. Setzen Cloud-Service-Provider früh auf IPv6, heben sie sich auch von der Konkurrenz ab. Nephos6, Comcast und IBM arbeiten fieberhaft daran, um OpenStack für IPv6 im kommenden Juno Release fit zu machen.

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Artikel wurde zuletzt im August 2014 aktualisiert

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