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Sind White-Box Switches in einem Enterprise-Netzwerk ausreichend?

Es muss nicht immer Markenware sein: White-Box Switches sind das Resultat einer stärkeren Kommodifizierung des Netzwerk-Marktes und reichen häufig aus.

Was sind White-Box Switches? Werden sie irgendwann in Unternehmens-Netzwerken Realität?

White-Box Switches sind das Ergebnis einer wachsenden Kommerzialisierung des Netzwerk-Marktes und der Erkenntnis, dass der Wert des Networkings in Software-Innovation und nicht in der Geschwindigkeiten liegt. Viele Netzwerk-Anbieter verlassen sich auf standardisierte Prozessoren, wie zum Beispiel von Intel oder Broadcom. Bei diesen gibt es auf Bit-Ebene aber kaum Unterschiede. Auf die gleiche Weise, wie generische White-Box Server bei relativ unbekannten Herstellern erhältlich sind, bieten White-Box Switches ein standardisiertes Design, das den Einsatz möglichst billiger Hardware erlaubt. Diese White-Boxes nutzen Netzwerk-Betriebssysteme wie zum Beispiel Open Network Linux oder Cumulus Linux.

Durch die Möglichkeit eine allgemeine Weiterleitungs-Ebene mit einem speziell angepassten oder offenem Software-Stack kontrollieren zu können, hängt eng mit Software-defined Networking (SDN) zusammen. In der Realität dürften auch konventionelle Netzwerk-Designs von dieser Marktverschiebung profitieren.

Das Konzept der White-Box Switches ist Enterprise-Administratoren weniger fremd als manchen glauben. Natürlich greift man gerne zu „klassischen“ Anbietern, um das Herzstück des Netzwerks zu formen. Weniger bekannte Hardware nimmt man dagegen dort, wo es nicht geschäftskritisch ist. Beispiele hierfür sind WLAN Access Points, Drucker oder Randbereiche des Netzwerks. Sie müssen nicht mal ein Problem von Facebook- oder Google-Ausmaß haben, um Kostendruck bei anspruchslosen Virtualisierungs-Projekten zu spüren. Wenn Sie Daten schnell und günstig von A nach B transportieren möchten, und keine ausgefallenen Netzwerk-Funktionen benötigen, reichen White-Box Switches völlig aus.

Gelingt es White-Box-Herstellern, die Produkte einer breiteren Massen über Outlets wie Amazon verfügbar zu machen, werden alteingesessene Netzwerk-Hersteller und Distributions-Kanäle mit Sicherheit den Druck spüren. Für Budget-Verantwortlich lässt sich der Kosten-Unterschied zwischen Marken- und gewöhnlicher Hardware danach kaum noch rechtfertigen.

Über den Autor: Glen Kemp ist Enterprise-Solutions-Architekt beim Services-Provider Fortinet. Er designt und installiert Netzwerk- und Anwendungs-Security-Tools. Dazu gehören Zugriffskontrolle, Remote-Zugriffe, Firewalls und ähnliche Technologien. Zudem hat er Erfahrung als professioneller Service-Consultant. Sie finden seine Blogs unter sslboy und Packet Pushers Podcast. Auf Twitter ist er unter@ssl_boy erreichbar.

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Artikel wurde zuletzt im Juli 2015 aktualisiert

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