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SDN und virtuelle Netzwerke: Wo ist der Unterschied?

Software-defined Networking (SDN) und virtuelle Netzwerke bieten einen ähnlichen Funktionsumfang, sie unterscheiden sich dennoch teilweise enorm.

Netzwerk-Virtualisierung erlaubt IT-Verantwortlichen mehrere Netzwerke zu konsolidieren, ein bestehendes Netzwerk...

in mehrere Segmente zu unterteilen oder Software-basierte Netzwerke zwischen virtuellen Maschinen (VMs) zu erstellen. Die Ziele der virtuellen Netzwerke sind verbesserte Geschwindigkeiten, Automatisierung und Netzwerk-Management. Erreicht werden sie, indem neue Softwareelemente hinzugefügt werden. Diese können, müssen aber nicht, programmierbar sein.

Virtuelle Netzwerke entstehen auf zwei Arten: Innerhalb oder außerhalb des Servers. Externe Software nutzt Switches, Adapter und das Netzwerk um physische Local Area Networks (LANs) in einem einzigen logischen LAN zusammenzufassen oder um ein physisches Netzwerk in mehrere virtuelle LANs (VLANs) aufzuteilen. Interne Software erlaubt virtuellen Maschinen (VMs) den Datenaustausch im Host, ohne dass ein externes Netzwerk notwendig ist. Ein Beispiel für eine entsprechende Lösung sind etwa die virtuellen Netzwerklösungen von VMware (vShield und vSphere) oder virtuelle Switches wie der Cisco Nexus 1000.

Software-defined Networking (SDN) wird als Netzwerk mit den beiden folgenden Elementen definiert:

  • Trennung zwischen Kontroll- und Datenbereich. Die eigentliche Intelligenz des Routers oder Switches wird von der reinen Datenpaket-Weiterleitung getrennt und stattdessen auf der Controll-Plane angesiedelt. Das kann zentral oder dezentral erfolgen. Der größte Vorteil hier ist, dass sich das Netzwerk so einfacher programmieren lässt.
  • Programmierbarkeit. Dieser Begriff umschreibt die Fähigkeit von SDN, die Netzwerk-Funktionen direkt mit Applikationen im Netzwerk verknüpfen kann. Damit sind auch dynamische Verbindungen möglich, um etwa Datenverkehr dynamisch zu leiten und Quality of Service (QoS) auf Anwendungslevel bereitzustellen.

Vergleicht man die Definitionen von SDN und Netzwerk-Virtualisierung, dann stellt man fest, dass die beiden Techniken gemeinsame Elemente aufweisen. Das gilt insbesondere wenn es darum geht, Netzwerkressourcen agil direkt mit VMs im Data Center zu koppeln oder um Netzwerke zu segmentieren bzw. zu konsolidieren. Egal ob Netzwerk-Virtualisierung ein Unterbereich von SDN ist oder umgekehrt – beide Techniken überschneiden sich und haben gemeinsame Ziele.

Artikel wurde zuletzt im August 2013 aktualisiert

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