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Der Unterschied zwischen Bare-Metal- und White-Box-Switches

Netzwerk-Administratoren können sich zwischen Bare-Metal- und White-Box-Switches entscheiden. Die Idee hinter beiden Optionen ist die Gleiche.

Was ist der Unterschied zwischen Bare-Metal- und White-Box-Switches?

Bare-Metal-Hardware und White-Box-Switches sind zwei Seiten der gleichen Medaille. Erhöhte Kommodifizierung im Netzwerk-Bereich, vor allen Dingen bei großen Implementierungen, ermöglicht es Unternehmen, die Kosten durch den Kauf von herkömmlicher Hardware zu reduzieren. Diese Hardware basiert in der Regel auf x86-Prozessoren und Chipsätzen von Herstellern wie Broadcom, Intel und Mellanox. Diese Bare-Metal-Switches können Sie direkt vom OEM (Original Equipment Manufacturer) beziehen. Normalerweise handelt es sich um bedeutende Mengen für den Einsatz in großem Stil.

Ein White-Box-Switch lässt sich als Bare-Metal-Switch mit einem aufgesetzten Software Stack betrachten, der entweder vom OEM oder dem Endanwender implementiert wurde. Das Projekt ONIE (Open Network Install Environment) hat sich zur Aufgabe gemacht, Bare-Metal-Switching zu standardisieren. Somit würde eine Brücke zu herkömmlichen White-Box-Switches geschaffen. ONIE stellt ein Framework zu Verfügung, mit dem Administratoren verschiedene Netzwerk-Betriebssysteme einsetzen können. Es lässt sich mit x86-Servern vergleichen, die eine Reihe an verschiedenen Betriebssystemen „akzeptieren“. Im Moment könnte das Open Network Linux oder Cumulus Networks Linux sein. Wahrscheinlich drängen auch noch andere Variationen auf den Markt, um bestimmte Nischen zu füllen.

Zum Beispiel stellt Dell seinen auf Broadcom Trindet-II basierenden Bare-Metal-Switch S6000 mit Cumulus Network Linux als White-Box-Software-Option zur Verfügung. Den gleichen Switch können Sie auch mit Dells nativem Betriebssystem FTOS kaufen. Dieses hat dann eine vergleichsweise geschlossene Konfiguration. Bare-Metal- und White-Box-Switches erweitern die Auswahl für potenzielle Netzwerk-Kunden. Sie können sich für ein integriertes Design von traditionellen Herstellern wie Cisco, Dell und Juniper Networks entscheiden, oder einen Blick auf den offenen Markt werfen. Administratoren haben die Möglichkeit, Netzwerk-Hardware- und -Software-Plattformen unabhängig und je nach Anforderung des Szenarios zu wählen. Diese Flexibilität könnte auf traditionelle Netzwerk-Anbieter Druck ausüben. Sie müssen natürlich den Unterschied zwischen ihren Wertangeboten und dem offenen Netzwerk-Switching demonstrieren. Auch wenn Bare-Metal- und White-Box-Switching eine ernsthafte Option sind, wird man selbstverständlich traditionelle Netzwerk-Switche weiterhin brauchen. Viele Kunden schätzen und benötigen sogar eine schlüsselfertige Lösung aus einer Hand.

Die Explosion von x86-Prozessoren und Desktop-Betriebssystemen haben das Wachstum im Mainframe-Markt gehemmt. Allerdings ist das kein Todesstoß oder wird langfristig die Profite belasten. Das lässt sich auf das Netzwerk-Umfeld übertragen. Meiner Ansicht nach ist der Markt groß genug, um beiden Herangehensweisen Platz zu bieten. Wer im Endeffekt dann in die Ecke der Nischen-Lösung gedrängt wird, muss sich erst noch herausstellen.

Artikel wurde zuletzt im April 2014 aktualisiert

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