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Container Networking: In welcher Beziehung steht Docker zu SDN?

SDN (Software-defined Networking) und die Arbeitsweise der Container-Software Docker können in modernen Netzwerken durchaus Gemeinsamkeiten haben.

Die kurze Antwort auf die Frage, in welcher Beziehung Docker zu SDN steht, lautet: Es kommt darauf an.

Docker-Software erstellt Container-Umgebungen, in denen sich Anwendungen befinden, mit dem Ziel, sie portabler und leichtgewichtiger zu machen. Mithilfe von Containern können IT-Abteilungen neue Anwendungen oder Applikationen zur Verfügung stellen, ohne ein dediziertes Betriebssystem oder eine virtuelle Maschine (VM) bemühen zu müssen.

Auf einer VM oder einem dedizierten physischen Server können mehrere Container laufen. Weil eine mit Docker eingesetzte Anwendung speziell auf den Container und nicht das jeweilige Betriebssystem zugeschnitten ist, profitiert davon die Portabilität. Anwender können auf die Applikation in einem Container zugreifen und dieser läuft auf jedem Betriebssystem, auf das Docker portiert wurde.

Dazu gehören die meisten Linux-Distributionen (Red Hat Enterprise Linux, CentOS, SUSE Linux Enterprise Server, Ubuntu und so weiter), Mac OS X und Windows. Docker läuft auch auf den großen Cloud-Plattformen wie zum Beispiel Amazon Web Services, Microsoft Azure, Google Cloud Platform und IBM SoftLayer.

Widmen wir uns nun SDN. Nehmen wir an, dass Sie die klassische Form von Software-defined Networking (SDN) nutzen, bei der Datenschicht und Kontrollebene separiert sind. OpenFlow stellt ein Protokoll zur Kommunikation bereit und SDN-Anwendungen sind für die Netzwerkservices zuständig, indem Sie mithilfe des SDN-Controllers die Aktivitäten in der Datenschicht dirigieren. In diesem Fall stehen Docker und SDN in keinerlei Beziehung zueinander. Docker arbeitet mit der Netzwerkinfrastruktur, die mit dem Host-Betriebssystem verbunden ist, auf dem der Container läuft. Um welche Art von Netzwerk es sich handelt, interessiert Docker überhaupt nicht.

Mit dem modernen und etwas lockererem Verständnis von SDN hat Docker aber sehr wohl etwas zu tun. Wir sprechen an dieser Stelle von einer oder mehreren Kombinationen aus Netzwerk-Virtualisierung, Programmierbarkeit des Netzwerks und der Trennung von Kontrollschicht und Datenebene. Docker verwendet virtuelle Netzwerke, um containerisierte Applikationen mit dem lokalen Netzwerk zu verbinden. Weiterhin werden Container mit anderen Containern auf demselben Host verbunden. Die IT-Mitarbeiter können ebenfalls virtuelle Overlay-Netzwerke definieren, um Container Host-übergreifend und in größeren Netzwerken zu verbinden. Damit sind Data Center, WAN (Wide Area Network) und auch das Internet gemeint. Administratoren benutzen unter anderem die Tools Flocker und Rancher.

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Artikel wurde zuletzt im April 2017 aktualisiert

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